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So will Wetzikon den Arosern die Party vermiesen

Vor dem 4. Finalduell

So will Wetzikon den Arosern die Party vermiesen

Der EHC Wetzikon steht im Erstliga-Final mit dem Rücken zur Wand. Er muss am Donnerstag in Arosa siegen, um sich seine Titelchancen zu wahren.

Oliver
Meile
Mittwoch, 13. März 2019, 18:20 Uhr Vor dem 4. Finalduell

Die Stimmung in den Katakomben des Wetziker Eishockeystadions ist am Dienstagabend nur wenige Minuten nach dem dritten Finalspiel gedämpft. Das ist nach dem 2:3 des EHC Wetzikon gegen Arosa verständlich.

Der Titelverteidiger hat sich mit seiner zweiten Niederlage hintereinander in eine schwierige Lage manövriert. 1:2 liegt er in der Best-of-5-Serie gegen die Bündner hinten. Gewinnt der Oberländer Erstligist am Donnerstag in Arosa nicht, ist die Saison für ihn zu Ende. 

«Das Momentum ist definitiv auf ihrer Seite.»
EHCW-Trainer Roger Keller

Es dürfte eine anspruchsvolle Aufgabe für den Qualifikationssieger werden, mit einem Erfolg im Schanfigg die Serie für eine entscheidende fünfte Partie am Samstag nach Wetzikon zurückzuholen. Die Aroser sind nicht nur spielerisch stärker als im von ihnen verlorenen Finalduell 2018, sondern auch deutlich breiter besetzt und reifer.

Am Dienstag sind sie 40 Minuten lang die gefährlichere, weil zielstrebigere Mannschaft. Klar ist zudem: Nach ihren guten Playoff-Leistungen ist die Mannschaft von Trainer Marc Haueter euphorisiert. 

Gewinnt der EHC Wetzikon in Arosa und erzwingt damit ein fünftes Finalspiel?

Aber klar doch. Die Wetziker werden unter Druck ihr bestes Eishockey zeigen.
63%
Leider nein. Die lange Anfahrt, der giftige Gegner und die dünne Höhenluft sind zu viel.
32%
Wüsste ich das Resultat, wäre ich Lottomillionär und hätte Hellseher Mike Shiva verdrängt.
5%
Total votes: 19

«Das Momentum ist definitiv auf ihrer Seite», sagt Roger Keller. Der EHCW-Trainer weiss aber auch: Das berühmte Momentum ist ein wankelmütiges Kerlchen. Es braucht nicht viel, damit es wiederum zügelt.

Das letzte Drittel als Vorbild

Nach einem gelungenen Einstieg in die Finalserie waren die Wetziker zuletzt zweimal nicht in der Lage, ihr Potenzial abzurufen. Im zweiten Spiel zogen die Oberländer einen schwarzen Abend ein. Was schief gehen konnte, lief tatsächlich schief.

Am Dienstag spielte Wetzikon dann zwar nicht schlecht, letztlich aber eben auch zu wenig lange gut genug, um den Gegner nachhaltig in Bedrängnis zu bringen. 

Wie dominant der EHCW auftreten könnte, bewies er im dritten Spiel erst im Schlussdrittel. In diesem brachte er beim Stand von 1:3 jene Wucht und Leidenschaft aufs Eis, die es über die volle Spielzeit braucht. «Dieses letzte Drittel müssen wir mitnehmen», sagt Keller.

Der Trainer fordert von seiner Mannschaft im vierten Spiel viel Leidenschaft und Herz. Er will, dass sein Team im gegnerischen Drittel mit letzter Konsequenz auftritt, «um die Tore zu schiessen». Von allem Anfang notabene und nicht erst mit Verzögerung. Der Trainer sagt mit Nachdruck: «Wir wollen ihnen die Party vermiesen. Es ist unser Ziel, ein drittes Heimspiel zu erzwingen.»

Damit das gelingen kann, müssen sich die Wetziker auch in den Spezialsituationen deutlich steigern. Die Bündner besassen in diesem Bereich bisher klare Vorteile. Ein Drittel ihrer Überzahlchancen nutzten sie, der EHCW kommt auf den bescheidenen Wert von fünf Prozent. 

Liveticker zum 4. Playoff-Final
Kann sich der EHC Wetzikon am Donnerstag mit einem Sieg in Arosa in eine «Belle» retten? Um 20.00 Uhr beginnt die Partie. Züriost ist vor Ort und tickert live.

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