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Der EHCD forderte Sierre alles ab

Im Hexenkessel behauptet

Der EHCD forderte Sierre alles ab

Der EHC Dübendorf verliert das dritte Playoff-Spiel im MSL-Halbfinal gegen den HC Sierre 3:6 und verabschiedet sich damit in die Pause.

Beat
Gmünder
Dienstag, 05. März 2019, 22:28 Uhr Im Hexenkessel behauptet
Es sollte nicht sein: Konsternierte Dübendorfer, jubelnde Spieler von Sierre.
Foto: Christian Merz

Dennoch können die Glattaler diesen bitteren Moment mit erhobenem Haupt verarbeiten. Vor 3192 Zuschauern im Wallis zeigte der EHC Dübendorf bei der 3:6-Niederlage einen starken Auftritt und forderte der Klassemannschaft aus Sierre nochmals alles ab.

Als Doppeltorschütze zeichnete sich beim EHCD-Captain Jann Falett in seinem letzten Spiel der Karriere nochmals besonders aus.

Sierre hat mit der Finalqualifikation sein grosses Ziel, den Aufstieg in die Swiss League, damit vorzeitig sichergestellt. Mitunter entscheidend war, dass Sierre in dieser Serie 31 Prozent seiner Powerplay in Tore ummünzte, Dübendorf hingegen nur knapp 7 Prozent.

Effizienter Favorit

Die Dübendorfer liessen sich im Gegensatz zum ersten Spiel im emotionalen Hexenkessel von Sierre nicht mehr überrennen, sondern knüpften an die starke Partie vom vergangenen Samstag an.

Die Walliser verzeichneten zwar etwas mehr Spielanteile als die Glattaler, doch zu richtig gefährlichen Abschlüssen kamen sie vorerst nicht. Dübendorf hätte gegen Drittelsende genauso gut in Führung gehen können, doch scheiterte Mattia Guidotti an Sierre-Keeper Remo Giovannini.

Nach 23 Minuten wurde der Aufstiegsaspirant Nummer eins seiner Favoritenrolle gerecht. Eine schnelle Passkombination schloss Gauthier Girardin mit dem Führungstreffer ab. Knapp zwei Zeigerumdrehungen später gelang dem National League erfahrenen Auguste Impose mit einem herrlichen Direktschuss bereits das 2:0 für Sierre.

Unbelohntes Aufbäumen

EHCD-Coach Reto Stirnimann zog sein Time-out ein, wenig später verkürzte Captain Jann Falett in seinem letzten Spiel der langen Karriere für die Glattaler. Damit noch nicht genug: Falett verwertete zur Spielmitte einen Penalty routiniert zum Ausgleich.

Jetzt hatte Dübendorf Oberwasser, die Halle wurde ruhig. Dann verhängte Head Christophe Fabre eine völlig ungerechtfertigte Strafe gegen Guidotti und als Folge davon schoss Bryan Abreu Sierre nach lediglich 12 Sekunden Powerplay Sierre wieder in Führung.

Glück war Dübendorf in dieser Serie keines beschieden. Ein der Bande entlang gleitender Puck sprang plötzlich ins Feld zu Thomas Heinimann, der Impose anspielte – 4:2 (38.). Der EHCD steckte nicht zurück und Guidotti gelang in Überzahl der verdiente Anschlusstreffer (50.).

Da Yoan Massimino aber die nächste Überzahl der effizienten Walliser mit dem 5:3 beantwortete, wurden die Glattaler neuerlich und entscheidend zurückgebunden. Vorsicht musste Dübendorfer nicht mehr walten lassen und dafür alles in die Offensive investieren. Daraus resultierte letztlich noch der sechste Treffer für Sierre.

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