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Vikings vergeben die erste Chance

Dürnten verliert in Luzern 3:5

Vikings vergeben die erste Chance

In den Playoff-Halbfinals ist eine vierte Partie nötig. Zweitligist Dürnten Vikings verlor in Luzern 3:5 und hat es dadurch vorerst verpasst, den benötigten dritten Sieg einzufahren.

Redaktion
Züriost
Montag, 04. März 2019, 17:05 Uhr Dürnten verliert in Luzern 3:5
Der Dürntner Mario Senn (links) im Zweikampf mit dem Luzerner Julian Hodel.
Foto: Christian Merz

Die Dürnten Vikings haben die erste Möglichkeit vergeben, den Sack in den Playoff-Halbfinals zuzumachen. Der Oberländer Zweitligist unterlag in der dritten Partie auswärts dem HC Luzern. 3:5 lautete das Ergebnis aus Sicht der Vikings vor 250 Zuschauern letztlich, in der Best-of-Five-Serie führen sie nun noch 2:1.

Die Entscheidung im hart umkämpften Spiel fiel im Schlussdrittel, nachdem es zur zweiten Pause 2:2 geheissen hatte und jeder Ausgang möglich war. Drei Gegentreffer hinter­einander kassierten die Gäste in den letzten 20 Minuten dann aber, ehe ihnen durch Mario Senn in der 59. Minute lediglich etwas Resultatkosmetik gelang.
 

«Es heisst ja nicht umsonst: Wer sie nicht macht, kassiert sie.»
Vikings-Coach Gunnar Hosner

«Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen», sagte Vikings-Coach Gunnar Hosner. Denn zwingend war die Dürntner Niederlage keineswegs. Die läuferisch und spielerisch besseren Vikings, bei denen Patrick Büsser den erkrankten Stammgoalie Fabian Ryffel vertrat, erarbeiteten sich in den ersten zwei Abschnitten genügend Chancen, um das Spiel in ihre Bahnen zu lenken. 

Doch sie gingen zu verschwenderisch mit ihnen um, das rächte sich in der Endabrechnung. Dass es so kam, verwunderte Hosner nicht. «Es heisst ja nicht umsonst: Wer sie nicht macht, kassiert sie.»

Zu zaghaft und abgelenkt 

Einmal mehr in dieser Serie wussten sich die Luzerner im letzten Drittel zu steigern. «Woher sie auch immer ihre Energie jeweils holen», so Hosner.

«Wir müssen in solchen Momenten körperlich ganz anders dagegenhalten.»
Vikings-Coach Gunnar Hosner

Das Heimteam überzeugte mit viel Leidenschaft und brachte auch mehr Härte in die Partie. Der Gastgeber erzielte damit die gewünschte Wirkung. Anstatt sich auf ihre eigene Leistung zu ­konzentrieren, liessen sich die Vikings provozieren.

Kam hinzu: Für Hosner trat seine Mannschaft in der entscheidenden Phase schlicht zu zaghaft auf. «Wir müssen in solchen Momenten körperlich ganz anders dagegenhalten.» 
 

Eine Szene aus dem 2. Spiel: Vikings-Stürmer Michel De Martin erzielt das 2:0. (Foto: Christian Merz)

Im Schlussdrittel haderten die Vikings zudem mit den Schiedsrichtern. Gleich zwölf kleine Strafen pfiffen sie – gleich­mäs-
sig verteilt. Alle vier Tore in den letzten 20 Minuten aber fielen bei numerischem Gleichstand. 

Schon am Dienstag bietet sich den Dürntnern im Heimspiel die nächste Chance, den nötigen dritten Sieg einzufahren. Die Luzerner, die die Viertelfinal-Serie gegen Küsnacht nach einem 0:2-Rückstand noch drehten, dürften allerdings erneut heftig Gegenwehr leisten.

«Es ist Playoff, es ist Kampf», sagt Hosner dazu. Und fordert seine Mannschaft zugleich auf, diesen Kampf anzunehmen. Unter welches Motto stellt er die vierte Partie? «Mit Überzeugung und Willen den Sack zumachen.» (ome)

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