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Ein Hauch von Kunstrad-Weltklasse

Swiss Austria Master-Final in Wetzikon

Ein Hauch von Kunstrad-Weltklasse

Gleichgewicht, Kraft, Akrobatik und Koordination – all dies beinhaltet das Kunstradfahren. Am Samstag sind am Swiss Austria Master-Final in Wetzikon internationale Spitzenathleten und lokale Grössen zu beobachten.

David
Schweizer
Donnerstag, 11. Oktober 2018, 00:03 Uhr Swiss Austria Master-Final in Wetzikon

Die Weltspitze im Kunstradfahren in Wetzikon. Möglich machen es die Kunstradfahrer Dürnten. «Einen Wettkampf auf diesem Niveau gab es noch nie in der Region», sagt Nadia Schäffler, die als Trainerin im Verein amtet.

Tatsächlich: Mit dem Deutschen Lukas Kohl wird am Samstag der aktuelle Einer-Weltmeister am Swiss Austria Master-Final (ab 10 Uhr) sein Können in der Walenbach-Halle zeigen – und mit ihm Spitzenathleten aus Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz. Der Wettkampf dient als Qualifikation für die WM im November.

«Einen Wettkampf auf diesem Niveau gab es noch nie in der Region.»
Nadia Schäffler, Trainerin Kunstradfahrer Dürnten

Aus regionaler Sicht darf man insbesondere auf den Auftritt der SM-Dritten von 2017, Saskia Schäffler, gespannt sein. Die Wetzikerin gibt nach einer längeren Verletzungspause ihr Comeback. Für die 20-Jährige kommt eine mögliche WM aber noch zu früh. Ihr Fokus gilt daher der EM vom kommenden Jahr.

Mit einem besonderen Gefühl dürfte zudem die regelmässig unter Dürntner Führung trainierende Seraina Waibel vom RMV Pfungen starten. Die dreifache Schweizer Meisterin und WM-Bronzemedaillengewinnerin beendet Ende Saison ihre Karriere.

Ein schönes Erlebnis bieten
Gerade die Darbietungen von Grössen wie Lukas Kohl oder der Lokalmatadorinnen Schäffler und Waibel sollen dem Nachwuchs zeigen, wo ihr Weg hinführen könnte. «Wir wollen den Sportlern und Zuschauern ein schönes Erlebnis bescheren», sagt Nadia Schäffler.

Und da muss auch das Rahmenprogramm stimmen. Die ­ehemalige Kunstturnerin Sandra Luginbühl und der erfolgreiche Trampolinspringer Remo Curcuruto treten nämlich als frischgebackene Schweizer Meister im Gymnastik zu zweit im flankierenden Showprogramm auf.

Die Kunstradfahrer Dürnten sind geübte Veranstalter. Erst im Mai organisierte der Klub den Bambi-Cup – den grössten Nachwuchsanlass überhaupt.

Der Swiss Austria Master-Final wäre allerdings ohne die Unterstützung vom weitaus breiter aufgestellten RV Wetzikon nicht möglich gewesen. Dies nicht nur wegen den personellen Ressourcen, sondern auch wegen der Walenbach-Halle die aufgrund des Parkett-Bodens ideale Voraussetzungen mitbringt.

Sowieso macht sich Trainerin Nadia Schäffler um die sportliche Zukunft des Kunstradfahrens in der Region keine Sorgen. Zwar gab unlängst der mehrfache Schweizer Meister und WM-Bronzemedaillen-Gewinner Yannick Martens aus Hadlikon seinen Rücktritt. Mit der Ustermerin Nina Stangier kommt aber bereits wieder ein nächstes vielversprechendes Talent nach.

Klein, aber fein

Nachwuchssorgen kennen auch die Kunstradfahrer Dürnten nicht. Nur gerade neun Sportlerinnen tragen zwar derzeit die Vereins­farben. Mehr ist allerdings aufgrund der Trainerkapazität und des Platzmangels für den kleinen Verein gar nicht möglich. «Wir bieten eine persönliche 1:1-Betreuung im Training», sagt Nadia Schäffler.

Und mit dem Swiss Austria Master-Final erhält der Nachwuchs nun also noch besonderen Anschauungsunterricht, der nicht eine einmalige Angelegenheit sein muss, wie Schäffler betont. 

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