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Die Erstliga-Handballerinnen des TV Uster steigen auf.

Die Handballerinnen des TV Uster freuen sich über die Rückkehr in die SPL2. Foto: PD

Rückkehr in SPL2

Uster steigt trotz Niederlage auf

Die Handball-Frauen des TV Uster scheinen im letzten Spiel der Erstliga-Finalrunde den Aufstieg zu verspielen – und können doch noch jubeln.

Die Handballerinnen des TV Uster freuen sich über die Rückkehr in die SPL2. Foto: PD

Veröffentlicht am: 25.03.2024 – 14.43 Uhr

23 Minuten waren die Erstliga-Frauen des TV Uster auf Kurs. Bis dahin lagen sie in der letzten Finalrundenpartie gegen Malters grösstenteils knapp in Führung. Doch dann wendete sich das Blatt – und die Luzernerinnen erspielten sich zwischenzeitlich sogar einen Vier-Tore-Vorsprung.

«Wir kriegten ihre Gegenstösse nicht in den Griff», sagte Trainerin Ruth Jud nach der 25:26-Niederlage. Entsprechend gross war zunächst die Enttäuschung nach Spielschluss – ausgerechnet gegen den Tabellenletzten.

Bei Liveticker mitgefiebert

Ein Punkt hätte Uster nämlich zum Aufstieg in die SPL2 gereicht. Doch jetzt waren Hoffen und Bangen vor dem Liveticker angesagt. Das Spiel des letzten Konkurrenten Basel hatte nämlich eine halbe Stunde später begonnen. Und der Tabellenzweite durfte im Duell gegen Olten nicht zu hoch gewinnen. Ansonsten wäre dieser aufgrund der besseren Tordifferenz am Ustermer Team vorbeigezogen.

Doch aus dem Frust wurde schon bald Freude. Basel lag früh und konstant in Rücklage – und verlor schliesslich überraschend klar 26:36, sodass die Ustermerinnen mit Verzögerung doch noch jubeln konnten.

Die Erstliga-Handballerinnen des TV Uster steigen auf.
Für Uster gab es gegen Malters nicht den erhofften Sieg. Foto: PD

Die TVU-Frauen kehren somit sieben Jahre nach der Relegation wieder in die zweithöchste Spielklasse zurück. Möglich wurde der Wiederaufstieg dank einer Steigerung in der Finalrunde. «Wir spielten keine überragende Qualifikation», sagt Jud. Dennoch sei es das Ziel gewesen, vorne mitzuspielen.

Für die Trainerin kommt der Aufstieg insofern überraschend, da im personellen Bereich aufgrund von Verletzungen weniger Spielraum vorhanden war. «Trotzdem hatten wir weniger Hänger in den Spielen», freut sich Jud.

Bleibt die Topskorerin erhalten?

Eine, die in der entscheidenden Phase besonders auffällig auftrat, war Annik Schneider. Keine Spielerin traf so häufig in der Finalrunde (75 Tore) – auf die ganze Saison verteilt, waren es sogar 125 Treffer.

Den Erfolg allein an der hohen Torquote von Schneider aufzuhängen, würde allerdings zu kurz greifen. Schon seit geraumer Zeit verfügen die Ustermerinnen über einen stabilen Kader, dies zeigte sich gerade in der entscheidenden Meisterschaftsphase, als beispielsweise Routinier Nadine Alge wegen einer Knieverletzung ausfiel.

Und im personellen Bereich soll sich auch durch das neue Abenteuer in der SPL2 wenig ändern. Ungeklärt ist einzig ausgerechnet die Zukunft von Schneider. Die Topskorerin spielte bis anhin mit einer Doppellizenz noch parallel beim LC Brühl auf zweithöchster Stufe. Dies ist nun allerdings altersbedingt nicht mehr möglich. Durch den Aufstieg gibt es aber zumindest Hoffnung, dass die Ur-Ustermerin dem Verein erhalten bleibt.

Die ewige Ruth Jud

Sicher an Bord bleibt aber Ruth Jud, die bereits seit 2002 ununterbrochen Trainerin ist. Zuerst vom zweiten Team, ehe sie sich ab der Saison 2009/2010 um die erste Equipe des Vereins kümmerte. Und in dieser Zeitspanne auch nochmals bis 2014 vier Jahre in der höchsten Spielklasse erlebte.

Zumindest in die SPL2 haben die Ustermerinnen nun zurückgefunden. Den Weg dahin wird allerdings Juds Trainerkollege Christian Kaufmann nicht mehr mitmachen. Er legt eine Pause ein. Gestärkt wird der Staff dafür durch Laura Ussia, die inskünftig als Co-Spielertrainerin auflaufen wird.

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