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6. WM-Rang der Hinwiler in Gefahr

Sauber muss die Konkurrenz aufschliessen lassen

Für das Hinwiler Team Alfa Romeo gab es in Austin keine Punkte. In der Team-WM zeichnet sich ein Krimi um den sechsten WM-Rang ab.

Florian
Bolli
Montag, 24. Oktober 2022, 07:53 Uhr 6. WM-Rang der Hinwiler in Gefahr
Couragiert, aber punktelos: Zhou Guanyu (vorne) im Duell mit Yuki Tsunoda.
Foto: Sauber Motorsport

Nur noch ein Punkt. So klein ist das Polster des Hinwiler Teams Alfa Romeo in der Team-WM auf den nächsten Verfolger Aston Martin geworden. In Austin, wo Max Verstappen siegte und damit dem Team Red Bull auch den Konstrukteure-Weltmeistertitel sicherte, blieben die Hinwiler zum elften Mal in dieser Saison ohne Punkte. Damit ist der 6. WM-Rang nun stark in Gefahr. Denn Aston-Martin-Pilot Sebastian Vettel fuhr im GP der USA den 7. Platz und damit sechs Zähler ein. Zhou Guanyu belegte für Sauber den 11. Rang, Valtteri Bottas schied nach einem Dreher aus.

«Wir haben eine grosse Möglichkeit verpasst, Punkte zu holen», sagte Teamchef Frédéric Vasseur. Tatsächlich schien Alfa Romeo dank Updates am Auto konkurrenzfähiger als zuletzt. Im Qualifying zeigten beide Sauber-Piloten die für einen Top-Ten-Startplatz nötige Pace.

Bottas ging denn auch von Rang 7 aus ins Rennen und lag auf Punktekurs, als er sich in der 16. Runde von der Strecke drehte. «Ich machte einen Fehler und verlor das Heck, weil ich zu sehr pushte. Später fand ich heraus, dass ich auch noch eine Windböe erwischte. Das war sehr unglücklich», sagte der Finne.

Die Taktik zahlte sich nicht aus

Zhou, der nach einem Motorenwechsel in der Startaufstellung auf Rang 18 zurückversetzt wurde, zeigte ein couragiertes und fehlerloses Rennen und lag phasenweise ebenfalls auf Punktekurs. «Am Ende war es aber nahezu unmöglich, die Konkurrenten auf frischeren Reifen hinter mir zu halten», sagte der Chinese, der einen Stopp weniger einlegte als viele seiner Gegner.

«Ich blieb draussen und hoffte, dass etwas passieren würde, was mir in die Hände spielt, aber das funktionierte nicht.» Als 13. fuhr er über die Ziellinie und gewann im Nachhinein noch zwei Ränge, weil Konkurrenten Strafen kassierten. Allerdings holte Aston Martin aus demselben Grund sechs Punkte statt ursprünglich vier.

«Der Silberstreif am heutigen Tag ist, dass wir immer noch WM-Sechster sind», sagte Teamchef Vasseur. «Wir wissen aber auch, dass wir uns in den verbleibenden drei Rennen mit Händen und Füssen wehren müssen, um diese Position zu halten».

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