×
UHC Uster punktet dank später Wende

Ein Drama folgt dem nächsten

Der UHC Uster holt in Winterthur zwar den ersten Punkt der NLA-Saison. Den möglichen Sieg aber verpassen die Ustermer nur um Sekunden.

Redaktion
Züriost
Freitag, 07. Oktober 2022, 22:51 Uhr UHC Uster punktet dank später Wende
Frustrierend: Torhüter Jan Malte Lemke und der UHC Uster waren in Winterthur sehr nahe am Sieg.
Archivfoto: Robert Pfiffner

Es ist zum aus der Haut fahren für den UHC Uster: Wie zuletzt gegen Zug gelingt es dem Team von Trainer Simon Meier in Winterthur, einen frühen Rückstand in der zweiten Spielhälfte wettzumachen und sogar eine Zwei-Tore-Führung zu erarbeiten – um am Ende trotzdem als Verlierer vom Feld zu gehen.

Mit drei Treffern lag der UHC Uster zur Spielmitte zurück, nachdem Nilsson das 6:3 für die Gastgeber erzielt hatte. Keine zwei Minuten später verhinderte die Querlatte ein weiteres Tor des Rychenberger Schweden.

Umstellungen zeigten Wirkung

Dann aber begannen die Umstellungen von Uster-Coach Simon Meier zu greifen: Der zweiten Linie, die drei der fünf Gegentreffer in den ersten 20 Minuten kassiert hatte, verlieh er mit dem Transfer von Florian Bolliger aus dem dritten Block sowie von der Bank Daniels Janis Anis etwas mehr defensive Stabilität – ohne offensives Potenzial einzubüssen.

Es war denn auch der Lette in Ustermer Diensten, der HCR-Keeper Meier in der 33. Minute zu einer Riesenparade zwang; 15 Sekunden später war der Nationaltorhüter jedoch gegen ein Geschoss von Pascal Schmuki chancenlos. Ein Powerplay vermochten die Ustermer nicht zu nutzen, auch weil das Heimteam in Unterzahl den Ball während einer nahezu einminütigen Phase in den eigenen Reihen hatte halten können.

Erst kam die späte Wende...

Im letzten Spielabschnitt lief der Uster-Motor dann aber heiss. Meier konzentrierte die Kräfte auf zwei Linien, was nach nur 23 Sekunden mit dem 5:6-Anschlusstreffer durch Claudio Schmid gleich erste Wirkung zeigte.

Zwar musste dann der Uster-Keeper Jan Lemke zweimal sehenswert gegen die Winterthurer Levi Conrad und Oesch parieren und Anis sah seinen Abschlussversuch vom Pfosten abprallen. Zwischen der 52. und 55. Minute drehten dann jedoch Remo Gallati, Patrik Doza und Schmid mit ihren Treffern die Partie.

...und dann kam doch alles anders

Richtig schade war, dass dann nur 35 Sekunden später Levi Conrad den schnellen 7:8-Anschlusstreffer bewerkstelligen konnte. Richtig gut war, wie die Ustermer mit viel Engagment eine zweieinhalb Minuten vor Schluss gepfiffene Strafe gegen Pascal Schmuki unbeschadet überstanden.

Richtig blöd war dann, dass dem Heimteam zwei Sekunden (!) vor Spielende noch ein Freistoss vor dem Ustermer Gehäuse zugestanden wurde und Bischofberger das Zuspiel von Nils Conrad tatsächlich mit der Schlusssirene ins Netz schlenzte. Und richtig bitter war, dass Nilsson nach 2 Minuten 53 Sekunden in der Verlängerung letztlich doch noch der Siegtreffer für das Heimteam gelang und den Ustermern hingegen für eine zumindest wieder in der zweiten Spielhälfte tolle Leistung nur ein Punkt als Lohn blieb. 

Aus Ustermer Sicht bleibt zu hoffen, dass dieser erste Zähler der Saison Grundlage eines baldigen Wachstums auf dem Punktekonto ist. In der Auswärtspartie vom Sonntag beim Aufsteiger Basel Regio ist ein Sieg angesichts der Tabellenlage auf alle Fälle Pflicht.

(Philipp Wyss)

Kommentar schreiben