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Tennis-Ikone nimmt Abschied

Roger Federer: Das war es!

Von wegen, alles Roger. Am Donnerstag erklärt der 41-jährige Superstar seinen Rücktritt vom Spitzensport – nach 24 Profijahren und 103 Einzel-Titeln und einer 15-monatigen Leidenszeit.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 15. September 2022, 15:31 Uhr Tennis-Ikone nimmt Abschied

Abschied von Wimbledon: Als Roger Federer am 7. Juli 2021 nach dem verlorenen Viertelfinal in die Menge winkte, wusste er noch nicht, dass dies sein letzter Auftritt als Spieler sein würde. 

Roger Federers Comeback auf die Wettkampfbühnen war schon vor Monaten auf diesen Laver-Cup anberaumt worden, der kommende Woche von Freitag bis Sonntag in der Londoner O2-Arena zum Spektakel werden soll.

In den vergangenen Tagen hatten sich die Hinweise und Informationen verdichtet, dass Federers Fahrplan Richtung Comeback ziemlich weit in Verzug geraten ist, unter anderem habe sich Wasser in seinem dreifach operierten Knie angesammelt, hiess es.

Im Laufe des Donnerstags kamen erste Gerüchte auf, dass schon in den kommenden Tagen das Ende von Federers Karriere bevorsteht. Wie er selbst auf Instagram schreibt, hat er sich dazu entschlossen, seine Karriere nach dem Laver-Cup zu beenden.

Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Denn der Laver-Cup in London ist sein Turnier, das er mit Geschäftspartner Tony Godsick aus der Taufe gehoben hat und zu seinem Vermächtnis werden soll, analog dem Ryder-Cup der Golfer. Tritt Federer nun zurück, erhält das Turnier enorm viel willkommene Medienpräsenz.

Als Federer 2021 in Wimbledon seine letzte Partie gegen den Polen Hubert Hurkacz im Viertelfinal 3:6, 6:7, 0:6 verloren hatte, war er fest gewillt gewesen, ein weiteres Comeback anzustreben, auch im Hinblick auf seine körperliche Fitness nach der Karriere.

Seinen Traum, noch einmal auf der grossen Bühne seine Künste zu zeigen und die Ovationen zu spüren, muss der beliebteste Tennisspieler der Geschichte deswegen vielleicht nicht ganz abschreiben. Gut vorstellbar ist, dass er an einem oder mehreren Abschiedsevents noch einmal auftritt und dabei noch einmal richtig Geld für seine Stiftung sammelt.

«Die letzten drei Jahre waren eine grosse Herausforderung», schreibt Federer in den sozialen Medien. «Ich bin 41 und kenne die Limiten und das Leistungsvermögen meines Körpers. Seine Botschaft an mich in letzter Zeit war eindeutig.»

Er habe in 24 Jahren mehr als 1500 Partien gespielt, «das ist mehr als ich je erträumt hatte. Jetzt muss ich erkennen, dass das Ende meiner Wettkampflaufbahn erreicht ist.» (René Stauffer)

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