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Ustermer Kanterniederlage

Der Vizemeister war eine Nummer zu gross

Dem UHC Uster misslingt der NLA-Saisonstart deutlich – 2:9 verliert er bei Wiler-Ersigen.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 11. September 2022, 20:40 Uhr Ustermer Kanterniederlage
Patrik Doza traf zwar zum Saisonauftakt, die hohe Niederlage konnte Usters Topstürmer aber nicht verhindern.
Foto: Christian Merz

Es dauerte 41 Minuten, bis der erste Ustermer Torschütze der neuen Meisterschaftssaison bekannt war. Angesichts der Vorbereitungs- und Cupspiele wenig überraschend zeichnete Partrik Dóža für den Premierentreffer im Auswärtsspiel bei Vizemeister Wiler-Ersigen verantwortlich.

Wobei Claudio Schmid einen erheblichen Anteil daran für sich beanspruchen durfte, einerseits als Assistgeber, andererseits als Störefried vor Wiler-Keeper Yanick Flury, der sich danach bei den Referees auch lautstark beklagte.

Wilers Pressing macht Uster Mühe

Doch letztlich sollte dieser Treffer zum 1:4 nur eine Randnotiz in der Geschichte von Saisonspiel Nummer eins bleiben. Denn das Heimteam übte von der ersten Sekunde an mit einem aggressiven Pressing erheblichen Druck auf die Ustermer aus.

Die Oberländer bekundeten grösste Mühe, einen geordneten Spielaufbau zu praktizieren. Sie mussten mehrmals den Ball wieder dem Gegner abgeben, bevor die überhaupt die Mittellinie überquert hatten. Zudem zeigten sich die Emmentaler mit ihrem schnellen Direktpassspiel vor dem Gehäuse von Uster-Keeper Nicola Brütsch sehr effizient und erspielten sich bis zur ersten Pausensirene eine 3:0-Führung inklusive Powerplay-Treffer während einer Bankstrafe gegen Leander Stüssi. 

Klare Antwort aufs erste Gegentor

Ebenfalls ein Überzahlgoal war der einzige Treffer im Mitteldrittel. Dass dieses 4:0 acht Sekunden vor Ablauf der Strafe gegen Filip Karlsson (Stockschlag) doch noch fiel, war vor allem auch schade, weil Brütsch eine gute Minute davor noch mit einer Riesenparade gegen Deny Känzig hatte retten können.

Schade aus Ustermer Sicht war auch, dass Wiler-Ersigen besagten Treffer von Dóža mit drei Toren innerhalb von zweieinhalb Minuten beantworten und ein allfälliges Aufbäumen der Gäste gleich unterbinden konnte. Mit dem 7:1 war die Sache gelaufen. Der zweite (sehenswerte) Ustermer Treffer von Daniels Jānis Anis ins hohe Eck war Garnitur, der die Emmentaler bis zum Schlusspfiff nochmals zwei weitere eigene Tore folgen liessen. 

Im Cup weiter ohne zu brillieren

Im Cup-Sechzehntelfinal setzten sich die Ustermer am Freitagabend bei Erstligist Team Aarau zwar standesgemäss 7:3 durch, zogen aber erst im Schlussdrittel entscheidend davon.

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