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Turner des TV Wislig

Weisslinger Steinstösser trumpft in der «Königsklasse» auf

Beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Pratteln sorgt Urs Hutmacher für einen Oberländer Exploit. Er stösst den 83,5 kg schweren Unspunnenstein im Final 3,61 m weit – und wird Zweiter.

Redaktion
Züriost
Montag, 29. August 2022, 10:55 Uhr Turner des TV Wislig

Nicht nur die Schwinger, sondern auch die Steinstösser ermittelten in Pratteln ihre Sieger.

Dabei legte der Weisslinger Urs Hutmacher beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF) einen überzeugenden Auftritt hin und stiess den legendären 83,5 kg schweren Stein im Final 3,61 Meter weit – damit erreichte er den zweiten Rang.

Für diesen hatte er sich zuvor sogar mit 3,84 m qualifiziert – eine Weite die kein anderer Steinstösser an den beiden Tagen erreichte.

Der bestehende Rekord gelang übrigens Markus Maire 2004, als dieser den Unspunnenstein sogar 4,11 m weit stiess.

Innert weniger Jahre an die Spitze

Hutmacher selbst hatte sich bei der letzten Austragung vor drei Jahren in Zug noch auf Platz 5 klassiert. Damals sagt er: «Ich bin noch nicht so sattelfest mit dem schweren Stein.» Seither konnte sich der Turner kontinuierlich steigern, nachdem er 2013 am ESAF in Burgdorf seinen ersten Stosswettkampf überhaupt bestritten hatte. 

Dem Sieger in Pratteln, Remo Schuler aus Rickenbach, reichte derweil im Final 3,72 Meter für den Sieg. Der Schwyzer konnte damit zum dritten Mal in Folge den Traditionswettkampf für sich entscheiden.

Sieg in der 20-kg-Klasse

Hutmacher zählte aber auch in den leichteren, technisch anspruchsvolleren Steinklassen zu den besten. Mit dem 40-kg-Stein schaffte es der 28-Jährige ebenso – dieses Mal hinter dem Baselbieter Benedikt Büchenbacher – auf Platz 2 (4,78 m).

Nicht zu bezwingen war der Vize-Oberturner und Jugendleiter des TV Wislig in der 20-kg-Klasse. Im Final gelang ihm dort eine Weite von 9,64 m. 

Dazu passt, dass sich Hutmacher seit einigen Jahren auch in der Leichtathletik bewegt. Dort gelang ihm zuletzt im Juni an den SM in Zürich ein fünfter Platz im Kugelstossen.

Nebst Hutmacher schaffte übrigens der Egger Daniel Kranzelbinder am ESAF in der Vorrunde eine Weite von 3,38 m, wodurch er Platz 8 im 24-köpfigen Teilnehmerfeld in der «Königsklasse» erreichte. (dsc)

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