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5-Tage-Berglauf-Cup

Für ihn sind die knackigen Aufstiege ideale Trainings

Jens-Michael Gossauer ist seiner Favoritenrolle am 5-Tage-Berglauf-Cup vollauf gerecht geworden. Er gewinnt die Gesamtwertung mit einer weissen Weste. Nadja Kessler heisst die Siegerin bei den Frauen.

Redaktion
Züriost
Samstag, 20. August 2022, 07:51 Uhr 5-Tage-Berglauf-Cup

Die 5. und letzte Etappe am 5-Tage-Berglauf-Cup hat den erwarteten Sieger hervorgebracht. Jens-Michael Gossauer aus Bäretswil behielt auch in seinem vierten Einsatz der Woche die weisse Weste und entschied das Teilstück von Kempten zum Türli oberhalb von Adetswil souverän für sich. 

Der 29-Jährige verteidigte damit den Gesamtsieg aus dem Jahr 2019. Pandemiebedingt hatten die Macher des Traditionsanlasses aus den Reihen des SC am Bachtel danach zweimal auf digitale Ausgaben setzen müssen. Nun war die Serie der kurzen, knackigen Bergläufe also zurück im Normalmodus. Auch zur Freude von Gossauer.

Für den zweifachen Duathlon-Vizeweltmeister über die Langdistanz ist der Anlass «zu Trainingszwecken ideal», wie er sagte. Am 4. September steht für ihn der Saisonhöhepunkt an – die Langdistanz-WM in Zofingen. Für Gossauer ist der 5-Tage-Berglauf-Cup darum ein idealer «Formpusher». Der Bäretswiler ist denn auch überzeugt, einen Schritt weiter zu sein, was die Laufform angeht.

«Ich musste nicht ans Limit gehen, hatte mehr Reserven als bei den anderen Läufen.»
Jens-Michael Gossauer

Kommt hinzu: Der Titelgewinn verleiht ihm auch mental etwas Rückenwind. «Gewinnen gibt immer Selbstvertrauen», sagte Gossauer. In der 3,9 Kilometer langen Abschlussetappe mit den 241 Höhenmetern fühlte er sich besser als am Vortag, als er trotz Topzeit mit der Leistung nicht zufrieden war. 

«Ich musste nicht ans Limit gehen, hatte mehr Reserven als bei den anderen Läufen.» Fast eine Minute verlor der erste Verfolger, der junge Walder Levin Kunz, auf den Gewinner. Und lobte diesen: «Sein Tempo ist unglaublich.»

Die Gesamtwertung der Frauen gewann Nadja Kessler, die die Woche mit drei Siegen hintereinander begonnen hatte. Zuletzt musste sich die Jonerin aber zweimal von derselben Konkurrentin bezwingen lassen – Raphaela Wagner.

Kessler war im Ziel der Schlussetappe, die sie auf Rang zwei beendete, dennoch glücklich. «Ich bin durchs Band zufrieden mit der Woche.»

«Es war ein cooler Aufstieg.»
Raphaela Wagner

Strahlen konnte auch Raphaela Wagner aus Winterthur, die das 5. Teilstück am Freitag 14 Sekunden schneller als Kessler absolvierte. Wagner hatte sich dabei gar nicht auf die Seriensiegerin konzentriert, sondern hatte ein anderes Zugpferd durchs Kemptnertobel. «Ich bin meinem Trainer nachgerannt.»

Sie genoss die abwechslungsreiche Etappe, die etwas mehr als 150 Läuferinnen und Läufer zurücklegten. «Erst war es flach und man konnte Vollgas geben», sagte Wagner. «Danach ging es über Wurzeln. Es war rutschig, man konnte nicht überholen, was strategisch noch interessant war. Und am Schluss gings nochmals auf Asphalt bergauf.» Ihr Kurzfazit: «Es war ein cooler Aufstieg.» (ome)

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