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5-Tage-Berglauf-Cup

Von der Kollegin zum Sieg chauffiert

Nadja Kessler hat am 5-Tage-Berglauf-Cup auch die 3. Etappe aufs Hörnli für sich entschieden. Bei den Männern nützte Martin Bader die Gunst der Stunde.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 18. August 2022, 08:30 Uhr 5-Tage-Berglauf-Cup

Ihre Dominanz ist eindrücklich: Nadja Kessler hat am 5-Tage-Berglauf-Cup ihre Siegesserie ausgebaut. Die Jonerin war auch am Mittwoch in der 3. Etappe von Steg aufs Hörnli nicht zu bezwingen und hat bisher alle Teilstücke für sich entschieden.

Mit Siegesserien kennt sich die 42-Jährige aus. 2018 entschied die zweifache Mutter den 5-Tage-Berglauf-Cup bereits einmal für sich. Mit der makellosen Bilanz von fünf Siegen in fünf Etappen. 

Für Kessler beginnt der Kampf gegen die Uhr eigentlich jeweils bereits vor dem Rennen. Um rechtzeitig um 19 Uhr am Start des Traditionsanlasses zu stehen, wird sie von einer Kollegin bei der Arbeit abgeholt und ins Oberland chauffiert. 

Dass die Vorbereitung nicht ideal ist, beeinträchtigt Kesslers Leistungen offensichtlich nicht. Die «Schlittelpiste» zum Hörnli hinauf distanzierte die Jonerin ihre erste Verfolgerin Lisa Kurmann um 27 Sekunden. Outi Supponen wurde Dritte. Die Zürcherin feierte damit ihren dritten Podestplatz der Woche und ist im Gesamtklassement Zweite.

Läuferinnen und Läufer kämpfen sich zum Hörnli hoch.
Der Blick von oben: Läuferinnen und Läufer auf dem Weg zum Hörnli. (Archivfoto: Christian Merz)

Bei den Männern liess Titelverteidiger Jens-Michael Gossauer, der die ersten zwei Etappen für sich entschieden hatte, das dritte Teilstück sausen. Er feierte am Mittwoch Geburtstag. Martin Bader nützte die Gunst der Stunde.

Der in Hombrechtikon lebende Vorarlberger setzte sich vor Nicola Hagger durch, wobei letzterer erstmals überhaupt am 5-Tage-Berglauf-Cup startete. Und dabei Gefallen fand, wie er sagte. 

«Das Gefühl beim Laufen war super.» 
Martin Bader

Für den 30-jährige Bader, der aus dem Triathlon kommt, war es die dritte Etappe der Woche. Zum Auftakt war er Zweiter geworden, im Teilstück zum Sonnenhof dann Dritter. Und nun also der Triumph. «Meine Beine waren recht frisch», sagte Bader hernach. Und stellte zufrieden fest: «Das Gefühl beim Laufen war super.» 

Auch wenn auf der mit 5,4 Kilometern zweitlängsten Strecke der Woche mit ihren über 400 Höhenmetern einige der rund 170 Läuferinnen und Läufern richtig gelitten haben dürften, erlebte nicht nur der Sieger Glücksgefühle. Das zeigt die Äusserung eines Läufers im Ziel. Sein Fazit: «Ein richtig geiler Aufstieg.» (ome)

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