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Hinwiler Nuller in Spielberg

Bottas fährt von ganz hinten fast in die Punkte

Die Aufholjagd blieb unbelohnt: Weder Valtteri Bottas noch Guanyu Zhou punkteten für das Hinwiler Team Alfa Romeo im GP von Österreich. Den Sieg sicherte sich Charles Leclerc im Ferrari.

Florian
Bolli
Sonntag, 10. Juli 2022, 17:30 Uhr Hinwiler Nuller in Spielberg
Valtteri Bottas vor Lewis Hamilton – und unzähligen holländischen Fans.
Foto: Sauber Motorsport

«Das könnte ein Spass werden. Ich habe nichts zu verlieren.» So zuversichtlich äusserte sich Valtteri Bottas vor dem GP von Österreich. Der Finne vom Hinwiler Team Alfa Romeo musste das Rennen aus der Boxengasse in Angriff nehmen, weil an seinem C42-Ferrari zu viele Teile ausgewechselt worden waren. 

Am Ende verlor Bottas aber doch etwas: Den einen WM-Punkt, den er sich sechs Runden vor Schluss vermeintlich mit einem Überholmanöver gegen Alexander Albon im Williams geholt hatte. Acht Kurven vor dem Ziel aber musste er sich Fernando Alonso im Alpine geschlagen geben, der Spanier profitierte von einem späten Boxenstopp und deutlich frischeren Reifen. 

Viel Verkehr, keine Pace

Bottas verbesserte sich zwar im Rennen um neun Ränge – dennoch ging er leer aus. «Die Pace fehlte heute einfach», sagte er nach der Zieldurchfahrt per Funk. Nicht besser erging es Guanyu Zhou. Der Chinese, der nur eine Woche nach seinem furchterregenden Unfall in Silverstone wieder im Auto sass, landete nur auf dem 14. Rang. Auf die Top Ten fehlten ihm rund 13 Sekunden. «Ich bin im Verkehr steckengeblieben. Und auf den harten Reifen hatte ich keinen Grip», klagte er per Funk.

Auch im Sprint am Samstag, wo es für die ersten 8 Punkte gab, ging Alfa Romeo leer aus. Bottas fuhr von Startplatz 12 auf den 10. Rang vor, Zhou startete aus der Boxengasse und fuhr immerhin auf Rang 14 vor. 

Damit bleibt das Hinwiler Team zum ersten Mal in dieser Saison zwei Rennen in Folge ohne Punkte. In der Konstrukteure-WM bleibt Alfa Romeo zwar Sechster, doch die drei Hauptkonkurrenten waren jeweils mit beiden Autos in den Punkten: Alpine und McLaren, mit denen Alfa Romeo eigentlich um Rang 4 kämpfen möchten, ziehen davon – und von hinten macht Haas Druck.

Für Leclerc endet im Red-Bull-Land eine Durststrecke

Den Sieg in Spielberg sicherte sich Charles Leclerc im Ferrari. Für den ehemaligen Sauber-Piloten aus Monaco endete damit eine Durststrecke von fünf Rennen ohne Podestplatz. Ferrari schien gar auf Kurs Richtung Doppelsieg: Carlos Sainz setzte gerade zum Überholmanöver gegen Weltmeister Max Verstappen an, als sein Motor den Geist aufgab.

Der Ferrari ging in Flammen auf, was gefährlich aussah, für den Spanier aber glimpflich endete. Verstappen, der den Sprint am Samstag vor Leclerc gewonnen hatte, hielt den Schaden im Heimrennen von Red Bull zwar in Grenzen – die mehreren Zehntausend holländischen Fans hätten sich aber natürlich einen anderen Ausgang gewünscht. Lewis Hamilton komplettierte das Podest im Mercedes als Dritter.

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