×
Vor der letzten Regionalfussball-Runde

Alles andere als Kehraus

Uster kämpft um den Aufstieg, Volketswil gegen den Abstieg, und noch einige regionale Drittligisten zittern: Die letzte Runde der Regionalfussball-Saison hat es in sich.

Florian
Bolli
Sonntag, 19. Juni 2022, 09:25 Uhr Vor der letzten Regionalfussball-Runde
Der FC Uster (rechts Niko Civelli) kann den Aufstieg in die Interregio am Sonntag aus eigener Kraft schaffen.
Archivfoto: Robert Pfiffner

Drei Jahre nach dem Abstieg aus der 2. Liga interregional hat der FC Uster die Rückkehr in den eigenen Füssen. Im letzten Saisonspiel ist die Rechnung ist simpel: Ein Sieg auf dem heimischen Buchholz gegen den FC Töss, und der Wiederaufstieg ist perfekt.

Einen Punkt Vorsprung hat der FCU auf die 2. Mannschaft des FC Schaffhausen vor der letzten Runde von morgen Sonntag (Anpfiff überall um 14 Uhr), die auf einigen Plätzen alles andere als Kehrausspiele verspricht.

Denn auch die Schaffhauser gastieren in der Region – beim FC Dübendorf. Der hat zwar keine Aufstiegschance mehr, aber kann noch Dritter werden. Und womöglich dem FCU zum Aufstieg verhelfen, wenn er den Munotstädtern ein Bein stellt.

Was nicht unrealistisch ist: Schaffhausen 2 ist vor allem in Heimspielen eine Macht – auf dem Kunstrasen des Challenge-League-Stadions in Schaffhausen holte die Equipe 31 ihrer 52 Punkte und verlor nie. Auswärts bekundet sie mehr Mühe – zuletzt verloren die Schaffhauser in Gossau und holten in Greifensee nur ein Remis.

Heikel für Uster ist derweil, dass Gegner Töss noch um den Ligaerhalt kämpft und diesen mit einem Punktgewinn sicherstellen könnte.

Um den Ligaerhalt geht es auch für den FC Volketswil, der drei Punkte hinter Töss direkt unter dem Strich liegt. Gegen den bereits als Absteiger feststehenden FC Diessenhofen brauchen die Volketswiler zwingend einen Sieg und müssen gleichzeitig auf eine Niederlage von Töss in Uster hoffen.

Dann lägen der FCV zwar gleichauf mit Töss (beide 30 Punkte) über dem Strich dank der Fairplaywertung – wären aber noch nicht gerettet. 

Verwarnungen können entscheidend werden 

Weil der schlechtere Viertletzte der beiden Zweitliga-Gruppen auch absteigt, spielt das Resultat des FC Kilchberg-Rüschlikon in der Gruppe 1 ebenfalls eine Rolle.

Siegt dieses Team gegen das längst abgestiegene Schlusslicht Meilen, kommt es ebenfalls auf 30 Punkte. Dann kommt es womöglich auf jede Verwarnung an. In der Fairplay-Wertung liegt Volketswil mit 83 Strafpunkten nur knapp hinter Kilchberg-Rüschlikon (79).

Rechnereien auch in der 3. Liga

Auch in der 3. Liga sind aus regionaler Sicht noch nicht alle Entscheidungen gefallen. In der Gruppe 3 kämpfen Wetzikon 2 (10./17 Punkte) und Fällanden (12./14 Punkte) noch gegen den Abstieg und treffen im Direktduell aufeinander.

Für die Fällander ist die Lage eigentlich aussichtslos: Sie müssen gewinnen, brauchen zwingend eine Niederlage von Embrach 2 (11./17 Punkte) gegen Witikon 2 (9./19 Punkte) - und müssen zudem darauf hoffen, dass die Konkurrenz möglichst viele Strafpunkte sammelt.

Denn da ist Fällanden (100 Punkte) deutlich im Nachteil gegenüber Wetzikon 2 (54) und Embrach 2 (69). Wetzikon 2 dürfte hingegen mit einem Sieg auf der sicheren Seite sein, wenn man sich keine Undiszipliniertheiten leistet.

Kempttal im doppelten Fernduell

Heikel ist die Situation auch für den FC Kempttal, der in der Gruppe 4 einen Punkt hinter Wallisellen direkt unter dem Strich liegt. Denn auch in der 3. Liga steigt zusätzlich der schlechteste Drittletzte aller Gruppen ab - und da wäre derzeit die Gruppe 4 betroffen.

Im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Kloten brauchen die Kempttaler deshalb einen Sieg, dazu darf Wallisellen gegen Glattfelden nicht gewinnen und dann spielt auch noch das Resultat von Thalwil 2 in der Gruppe 1 eine Rolle. Gewinnen die Thalwiler nämlich, nützt Kempttal auch ein eigener Sieg nichts mehr.

Kommentar schreiben