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Sauber-Finne im Ziel, aber ohne Punkte

Unschöne Premiere für Bottas

Frust bei Alfa Romeo im GP von Aserbaidschan: Valtteri Bottas bleibt als Elfter ohne Punkte. Teamkollege Guanyu Zhou fällt derweil aus und faucht sein Team per Funk an.

Agentur
sda
Sonntag, 12. Juni 2022, 14:45 Uhr Sauber-Finne im Ziel, aber ohne Punkte
Valtteri Bottas blieb beim Grand Prix von Aserbaidschan ohne Erfolgserlebnis.
Knapp vorbei ist auch daneben: Valtteri Bottas verpasste als Elfter die Punkteränge um einen Platz.
Foto: Keystone

Für das Team Alfa Romeo war Baku für einmal kein gutes Pflaster. Der Hinwiler Rennstall verliess die Strecke am Kaspischen Meer zum ersten Mal seit der Premiere im Jahr 2016 ohne WM-Punkte. Valtteri Bottas fehlten als Elftem knapp sieben Sekunden auf eine Top-10-Platzierung.

Für den Finnen, der seinen einzigen Boxenstopp am längsten aller Fahrer herausgezögert hatte, schaute damit im siebten Rennen in diesem Jahr, in dem er ins Ziel kam, zum ersten Mal nichts Zählbares heraus.

«Wollt ihr mich schon wieder verarschen!»
Sauber-Fahrer Guanyu Zhou

Sein Teamkollege Guanyu Zhou sah zum dritten Mal in den letzten vier Rennen die Zielflagge nicht. Stets war der Grund dafür ein mechanisches Problem. Diesmal wurde er noch vor Rennhälfte vom Team angehalten, an die Box zu fahren und den C42 abzustellen.

Dementsprechend verärgert reagierte Zhou am Funk: «Wollt ihr mich schon wieder verarschen!»

Für Alfa Romeo hat der zweite Nuller in dieser Saison Auswirkungen auf die Platzierung in der Konstrukteurs-WM. Weil sowohl Fernando Alonso (als Siebenter) als auch Esteban Ocon (als Zehnter) punkteten, zog das Team Alpine-Renault an den Hinwilern vorbei auf den 5. Platz.

Während Ferrari mit einem Doppel-Ausfall in Baku ein Debakel erlebte, feierte Red Bull einen unangefochtenen Doppelsieg. Max Verstappen baut mit seinem ersten Triumph in Baku die WM-Führung deutlich aus.

Der Weltmeister im Red Bull fuhr überlegen zu seinem 25. GP-Erfolg in der Formel 1, nachdem Charles Leclerc im Ferrari zum Ende der 20. Runde in Führung liegend mit einem Motorschaden aufgeben musste.

Als Zweiter machte Sergio Perez, beflügelt von seinem Triumph vor zwei Wochen in Monte Carlo und der Vertragsverlängerung bis 2024, den dritten Doppelsieg von Red Bull in diesem Jahr perfekt. Dahinter folgten George Russell und Lewis Hamilton in den Mercedes.

Die beiden Briten profitierten davon, dass auch Carlos Sainz im zweiten Ferrari wegen eines frühen Defekts das Ziel nicht erreichte. 

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