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Sieg für Bertschiker Kunstturnerin

Siegenthaler setzt sich in Uster durch

Im Rahmen des 25. ZO-Cup in Uster wurden die Zürcher Kunstturnerinnentage ausgetragen. Dabei überzeugten auch Athletinnen aus der Region.

Redaktion
Züriost
Montag, 23. Mai 2022, 10:50 Uhr Sieg für Bertschiker Kunstturnerin

Es war bereits kurz vor Mitternacht, als Stefanie Siegenthaler am Samstagabend in der Ustermer Sporthalle Buchholz zuoberst aufs Podest stieg und als Siegerin der Kategorie P6 glücklich ins Publikum strahlte.

Die Berschikerin zeigte zwar an den Zürcher Kunstturnertagen, die im Rahmen des ZO-Cup stattfanden, keine Höchstschwierigkeiten. Dies war aber auch nicht geplant, da sich die Turnerinnern des Schweizerischen Nationalteams im Trainings-Aufbau befinden. Das grosse Ziel ist die Europameisterschaft vom August in München.

Die Übungen der 24-Jährigen waren durchwegs sauber und sicher geturnt. Ihre in der Vorwoche umgestellte Barren-Übung klappte sehr gut und am Boden wusste sie mit ihrer ausdrucksstarken und eleganten Art sowohl das Publikum als auch die Kampfrichterinnen zu begeistern.

Altorfer sieht sich auf dem richtigen Weg

Siegenthaler gewann überlegen vor Chiara Altorfer (TV Rüti), die in letzter Zeit mit Verletzungen zu kämpfen hatte und den ersten kompletten Wettkampf seit zwei Jahren turnte. Sie war mit ihrer Leistung zufrieden und sieht sich auf dem richtigen Weg. Der Optimismus und die positive Einstellung waren unter den Turnerinnen des Nationalkaders richtiggehend spürbar.

Der neue Trainerstab rund um Wendy Bruce-Martin setzt eine erste Duftmarke und die ist äusserst positiv. Die Turnerinnen wirkten einerseits sehr fokussiert und engagiert, es herrscht aber andererseits eine Lockerheit im Team, die man bis anhin nicht kannte.

Es wird auch während dem Wettkampf gelacht und selbst wenn eine Übung nicht nach Wunsch verlief, wird man geherzt. Siegenthaler bestätigt diesen Eindruck: «Die Stimmung im Team ist super, wir spüren eine grosse Unterstützung durch Wendy und den Trainerstab.»

Berhardsgrütters Malheur vor dem Wettkampf

Weniger glücklich verlief der Wettkampf für die Ustermerin Kim Bernhardsgrütter. Sie startete bereits leicht handicapiert in den Wettkampf, weil sie sich beim Einturnen am Sprung den Fuss verdrehte. Ein Sturz am Balken nach einer sonst sauber geturnten Übung schmälerte schon am zweiten Gerät ihre Chancen auf den Sieg in der Kategorie P5.

Kim Bernhardsgrütter zeigte am Boden eine ausdrucksstarke Übung.
Foto: Roger Renner

Am Boden zeigte Bernhardsgrütter eine sehr ausdrucksstarke Übung, der Yurchenko an ihrem Paradegerät Sprung verlief aber nicht ganz nach Wunsch. Sie beendete den Wettkampf auf dem 5. Platz, ihre Teamkollegin Lou-Anne Citherlet (Kutu Neerach) wurde Dritte und freute sich über einen fast perfekten Wettkampf.

Der Kampf um einen der begehrten Startplätze für das Olympische Sommerfestival der Europäischen Jugend (EYOF) im Juli in der Slowakei sowie für die Juniorinnen-EM im August in München ist somit neu lanciert und dürfte an den Schweizermeisterschaften vom 24./25. Juni in Montreux in eine weitere Runde gehen.

Oberländer Siege in den unteren Kategorien

Hochspannend verlief der Wettkampf in der Kategorie P4, wo sich Matilda Pohl (TV Opfikon-Glattbrugg) und Fiona Müller (TV Rüti) ein Duell auf höchstem Niveau lieferten. Dabei legte Pohl mit einer nahezu perfekten Balkenübung und einer Note von 16,15 die Latte hoch. An ihrem letzten Gerät, dem Stufenbarren, musste sie jedoch vom Gerät und turnte nicht ganz so sauber wie gewohnt. Und so ging der Titel der Kantonalmeisterin und der Sieg in der Kategorie P4 an Müller, welche Pohl mit konstant guten Leistungen zum Schluss noch abfangen konnte.

Auch bei den jüngeren Turnerinnen trumpften Oberländerinnen gross auf. So gewannen Giulia Zünd (Satus Uster) in der Kategorie P3 und Loa Walser (TV Rüti) in der Kategorie 2 verdient.

(Pamela Brägger)

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