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Auftakt im Zürcher Oberland

Hier fährt die Tour de Suisse durch

Der Startschuss fällt auf der Forch, dann folgen 1343 Kilometer in 8 Etappen: Die Strecke der Schweizer Landesrundfahrt ist bekannt.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 24. März 2022, 14:41 Uhr Auftakt im Zürcher Oberland
Die Tour de Suisse rollte schon 2021 durchs Zürcher Oberland.
Erneut führt die Tour de Suisse durch die Region - wie 2021, als das Feld übers Ghöch fuhr.
Archivfoto: Christian Merz

Der Etappenplan der diesjährigen Tour de Suisse (12. bis 19. Juni) steht. Sie beginnt mit einem Rundkurs im Zürcher Oberland und am Zürichsee, das Finale der Schweizer Rundfahrt findet in Vaduz statt, also im Fürstentum Liechtenstein. 

Die erste Etappe vom Sonntag, 12. Juni, startet auf der Forch. Sie ist rund 177 km lang und besteht aus einem Kurs um den Pfannenstiel, den die Fahrer viermal zurücklegen.

Die Runde führt von der Forch über Äsch – Maur – Mönchaltorf – Gossau – Grüningen – Oetwil am See – den Pfannenstiel – Wetzwil – Erlenbach – Küsnacht über den Küsnachter Berg zurück auf die Forch.

Das zweite Teilstück beginnt ebenfalls auf der Forch – und kann als klassische Überführungsetappe angesehen werden. Sie führt via Fällanden nach Volketswil und Effretikon, ehe sie durchs Zürcher Unterland und den Kanton Aargau nach Aesch BL geht.  

Damit fährt die Tour de Suisse zum zweiten Mal in Serie durch die Region. Im letzten Jahr passierte das Feld in der 2. Etappe von Neuhausen am Rheinfall nach Lachen das Oberland und das Tösstal.

Mit Kevin Kuhn (Gibswil) und Lukas Rüegg (Madetswil) gehörten damals zwei aufstrebende Oberländer zum Fahrerfeld. Kuhn beendete seine Tourpremiere auf Rang 112, Rüegg wurde 102. 

«Es war eine sehr harte, aber auch sehr schöne Woche», erinnert sich der Madetswiler. Und hofft zugleich, auch heuer mit dem Schweizer Nationalteam teilnehmen zu können.

Das sind die 8 Etappen der Tour de Suisse 2022. (Quelle: youtube.com)

«Diese Tour de Suisse wird mit Sicherheit eine der schwersten der letzten Jahre sein», prophezeit David Loosli, der Technische Direktor des Rennens, selbst wenn heuer «weniger Alpenpässe» zu überqueren seien.

Über total 1343 km geht es in 8 Etappen von der Forch via Jura und die Zentralschweiz in die Alpenregion und nach Liechtenstein. Insgesamt 21,185 m Höhendifferenz haben die Profis zu bewältigen

Ohne Westschweiz, mit viel Tessin

Die 85. Ausgabe der Tour de Suisse lässt – nicht zum ersten Mal – die Westschweiz links liegen. Dafür kommt das Tessin umso mehr zum Zug: Gleich drei Teilstücke starten oder enden in der Südschweiz. Zwei Etappen, die 5. und die 7., beginnen in Ambri.

Ebenfalls aussergewöhnlich: Zum Auftakt in Küsnacht findet kein Prolog oder Einzelzeitfahren, sondern ein Rundrennen statt.

Die einzige Prüfung gegen die Uhr (über 25,6 km) steht erst zum Abschluss in Vaduz im Programm. An den beiden Tagen zuvor entscheidet sich wohl die Tour mit zwei Bergankünften.

Die 6. Etappe führt von Locarno über den Nufenenpass ins Wallis auf die Moosalp, einen Tag später geht es von Ambri via Lukmanier ins Bündnerland und schliesslich hinauf nach Malbun. (sda/zo)

Die Frauentour wird länger
Am Wochenende, an dem die Männer in Liechtenstein um den Gesamtsieg fahren, starten die Frauen gleichenorts ihre viertägige Rundfahrt (18. bis 21. Juni). Ihre Tour de Suisse wird im Vergleich zur Premiere im Vorjahr um zwei Tage ausgebaut.
Nach einem Rundrennen sowie einem Zeitfahren – auf demselben Kurs und Tag wie die Männer – jeweils in Vaduz geht es am dritten Tag nach Chur und zum Abschluss in der Königsetappe von dort via Prättigau zur Biathlon-Arena nach Lenzerheide.
Bei der Premiere vor einem Jahr waren auch zwei Oberländerinnen am Start – die Eggerin Lara Krähemann sowie Annika Liehner aus Ottikon. (sda/zo)

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