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Anja Webers erste Winterspiele sind für sie vor allem auch dazu da, um Erfahrungen zu sammeln. Foto: Keystone

Weber zahlt Lehrgeld

Anja Weber läuft bei ihrem zweiten Einsatz in Peking im Klassisch-Rennen über 10 km auf den 55. Rang. Damit klassiert sie sich im Mittelfeld.

Anja Webers erste Winterspiele sind für sie vor allem auch dazu da, um Erfahrungen zu sammeln. Foto: Keystone

Veröffentlicht am: 10.02.2022 – 09.11 Uhr

Die Zukunft des Schweizer Langlaufs dürfte nach Dario Colognas Rücktritt weiblich sein. Die Hinwilerin Anja Weber und Nadja Kälin sind in China schon mal am Lernen.

Am Samstag hatte Kälin mit einem 21. Platz im Skiathlon ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt, fünf Tage später konnte die 20-jährige Engadinerin über 10 km klassisch nicht nachdoppeln. Unter anderem wegen Magenproblemen kam sie nicht über den 43. Rang hinaus.

Auch die gleichaltrige Weber zahlte Lehrgeld. Die Oberländerin, die im Skating-Sprint in der Qualifikation gescheitert war, kam mit 4:07 Minuten Rückstand auf Siegerin Therese Johaug auf Platz 55. Dennoch sind sie ein Versprechen für die Zukunft – und nicht nur sie.

Für die kommenden Jahre zeichnet sich ein starkes Schweizer Frauenteam ab. Weber und Kälin gehörten vor zwei Jahren der Schweizer Staffel an, die an der Junioren-WM in Deutschland sensationell Gold gewann.

Die beiden 20-Jährigen und die noch zwei Jahre jüngere Gibswilerin Siri Wigger könnten zusammen mit der Sprint-Fünften Nadine Fähndrich bei den nächsten Olympischen Spielen im Val die Fiemme eine schlagkräftige Truppe bilden.

Gegenseitiges Pushen

Kälin bewohnt mittlerweile in Davos eine Wohngemeinschaft mit Avelino Näpflin, einem Schweizer Nachwuchs-Langläufer. Weber hat ihren Lebensmittelpunkt hingegen noch immer im Zürcher Oberland.

Dennoch streicht Kälin die Wichtigkeit von Weber als Teamkollegin und Konkurrentin heraus. «Wir laufen schon wirklich lange zusammen, waren gemeinsam bei mehreren Junioren-Weltmeisterschaften. So pushen wir uns gegenseitig.»

Diese Dynamik gefällt selbstredend auch Hippolyt Kempf, dem Nordisch-Chef von Swiss-Ski. «Wir hatten jetzt längere Zeit immer nur einzelne Frauen, die vorne mitlaufen konnten, dass es nun eine ganze Gruppe ist, ist natürlich super.»

Für sie ist Olympia ein unerwarteter Höhepunkt

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Langläuferin Anja Weber

Anja Weber hat es trotz einer schwierigen Saisonvorbereitung an die Olympischen Spiele geschafft. Beitrag in Merkliste speichern Er streicht auch den 13. Platz der 25-jährigen Alina Meier im Olympia-Sprint hervor. Kempf verspricht sich deshalb für die Zukunft viel.

Im Gegensatz zu anderen Sportarten bedeuten Erfolge bei Nachwuchs-Titelkämpfen im Langlauf einiges. Fast alle aktuellen Spitzenläuferinnen und -läufer brillierten bereits bei Junioren- und U23-Weltmeisterschaften.

Sportliches Multitalent

Am Ende sei es immer auch ein bisschen Glück, wenn sich eine gute Gruppe entwickle, betont Kempf, das könne sich der Verband nicht unbedingt auf die eigene Fahne schreiben.

Um Weber wird Swiss-Ski aber noch kämpfen müssen, denn die Hinwilerin ist auch im Triathlon äusserst talentiert und erfolgreich. «Auf Spitzen-Niveau wird sie nicht mehr lange beides machen können», weiss Kempf. «Ich hoffe, sie wird sich für den Langlauf entscheiden.» Auch dabei könnte das Gruppengefühl mit anderen viel versprechenden Talenten helfen. (sda/zo)


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