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SM-Gold für Gibswiler Querfahrer

Kuhn verteidigt seinen Titel souverän

Starker Auftritt von Kevin Kuhn an der SM in Steinmaur: Er lässt der Konkurrenz keine Chance und holt wie im Vorjahr Gold in der Elite.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 09. Januar 2022, 17:23 Uhr SM-Gold für Gibswiler Querfahrer
Kevin Kuhn wurde zum zweiten Mal in Folge Schweizermeister in der Elite.
Kevin Kuhn kann das begehrte Meistertrikot nach seinem Sieg an der SM ein weiteres Jahr tragen.
Archivfoto: Robert Pfiffner

Einige starke Herausforderer waren zwar am Start. Am Schluss aber vermochte am Sonntag niemand Kevin Kuhn das Wasser zu reichen. Der 24-jährige Gibswiler verteidigte an der SM in Steinmaur bei tiefen Temperaturen und garstigen Bedingungen mit Schneefall, Regen und Wind seinen Elite-Titel aus dem Vorjahr souverän.

Kuhn nahm der Konkurrenz im Zürcher Unterland eine halbe Minute und mehr ab. 2021 hatte der Fahrer des belgischen Teams Torman in Hittnau SM-Gold geholt.

Der Oberländer scheint rechtzeitig vor der WM von Ende Januar in Fayetteville (USA) in Topform zu kommen. Beim letzten Weltcup im niederländischen Hulst hatte er als Zwölfter die Top Ten nur knapp verpasst.

Nun wurde der Tösstaler an der SM seiner Favoritenrolle vollumfänglich gerecht. Auf der Strecke in Steinmaur, auf der es für die Fahrer kaum einen Moment der Erholung gab, setzte sich das Schweizer Quer-Aushängeschild früh von der Konkurrenz ab.

Nach der zweiten Runde wies er auf Timon Rüegg, den ersten Verfolger, ein Polster von rund 20 Sekunden auf. Dieses baute Kuhn zwischenzeitlich auf fast 50 Sekunden aus.

Lange Zeit fuhr Rüegg in Kuhns Rücken ebenfalls alleine und schien auf Kurs zur Silbermedaille. Der Unterländer, der letzte Woche das internationale Quer in Meilen für sich entschieden hatte, musste sich aber wieder stellen lassen.

Hinter Mountainbiker Lars Forster wurde er schliesslich Dritter. Andri Frischknecht – der Sohn des Ustermer Mountainbike-Pioniers Thomas Frischknecht – fuhr auf den 4. Platz.

Krähemann wird Vierte 

Bei den Frauen war Alessandra Keller ebenfalls eine Klasse für sich. Die ehemalige U23-MTB-Weltmeisterin nahm in ihrem erst zweiten Quer-Rennen der Karriere allen Gegnerinnen zwei Minuten und mehr ab.

Die Eggerin Lara Krähemann verpasste den Sprung aufs Podest als Vierte knapp. Titelverteidiger Nicole Koller, wie Keller eine MTB-Spezialistin, stand derweil nicht am Start. (ome)

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