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Jahresrückblick 2021

Diese Ereignisse bewegten im Regionalsport

Spitzenränge an den Olympischen Spielen, Medaillen an EM und WM – und regionale Veranstalter, die sich von der Pandemie nicht unterkriegen liessen: Das Sportjahr 2021 hatte aus regionaler Sicht viele Geschichten parat.

Florian
Bolli
Donnerstag, 30. Dezember 2021, 16:30 Uhr Jahresrückblick 2021

Der Doppelsieger in Hittnau

Kevin Kuhn und der VC Hittnau stehen Anfang 2021 im Fokus. Die Hittnauer, weil sie mit dem Crosstour-Final und den Schweizer Meisterschaften gleich zwei Rennen an zwei Wochenenden organisieren. Und Quer-Profi Kuhn, weil er gleich beide gewinnt. Am 2. Januar sichert sich der Gibswiler den Gesamtsieg in der Crosstour, am 10. Januar wird er erstmals Schweizer Meister bei der Elite. Meisterlich sind auch die Hittnauer – sie organisieren ihr Rennen im November noch ein drittes Mal im selben Kalenderjahr. (Foto: Christian Merz)

Eine Medaille mit Seltenheitswert

Als erst dritter Schweizer Skispringer nach Sylvain Freiholz und Andreas Küttel gewinnt Dominik Peter eine Medaille an einer Junioren-WM. Am 11. Februar springt der Fischenthaler im finnischen Lahti auf den dritten Rang und sichert sich Bronze. (Foto: PD)

Die sensationelle Marathon-Premiere

Was für ein Debüt! Am 3. April läuft die Wetzikerin Fabienne Schlumpf ihren allerersten Marathon, bricht in 2:26:14 Stunden den Schweizer Rekord und qualifiziert sich für die Olympischen Spiele in Tokio. Dort gelingt ihr am 7. August bei schwierigen Bedingungen mit grosser Hitze ein gutes Rennen, das sie auf dem 12. Rang beendet. (Foto: Keystone)

Erste Elite-EM-Edelmetall für Stump

Schon bei den Junioren und als U23-Athlet holte er EM-Medaillen. Nun ist es auch bei der Elite soweit: Der Ustermer Judoka Nils Stump gewinnt am 17. April EM-Bronze in der Kategorie bis 73 kg. Auch dank dieses Erfolgs sicherte sich Stump die Qualifikation für die Olympischen Spiele. Dort scheitert er am 26. Juli allerdings bereits im ersten Kampf. (Foto: PD)

An der EM klappte es, an Olympia nicht

Jeannine Gmelin gewinnt am 11. April an der EM in Varese die Bronzemedaille im Skiff. Damit weiss die Ustermer Ruderin, dass sie weiterhin zur Weltspitze gehört. Der grosse Traum geht allerdings nicht in Erfüllung. An den Olympischen Spielen in Tokio verpasst Gmelin eine Medaille und wird wie fünf Jahre zuvor in Rio de Janeiro Fünfte. (Foto: Swiss Rowing/Detlev Seyb)

Ein Curling-Triumph mit beeindruckenden Werten

Die Gockhauserin Esther Neuenschwander verteidigt mit den Schweizer Curlerinnen den Weltmeistertitel erfolgreich. Im Final an der WM in Calgary am 9. Mai schlagen die Schweizerinnen Russland 4:2 und sichern sich damit auch das Ticket für die Olympischen Spiele 2022. Statistisch sah man selten bessere Leistungen. (Foto: Keystone)

Kochers Durchhaltewille zahlt sich aus

Es ist der Lohn für ihre Beharrlichkeit nach mehreren schweren Knieverletzungen. Am 7. Juni gewinnt Fabienne Kocher (Uster) an der Judo-WM in Budapest Bronze in der Kategorie bis 52 kg. Sie ist erst die zweite Schweizerin, die eine WM-Medaille gewinnen kann. Mit dem Exploit überholt sie in der Weltrangliste die Baslerin Evelyne Tschopp und sichert sich das Olympia-Ticket. In Tokio verpasst sie am 25. Juli die Bronzemedaille nur knapp und wird Fünfte. (Foto: SJV/Paco Lozano)

Der Oberländer Fussball ist nicht mehr interregional

Nach sechs Jahren in der interregionalen 2. Liga steigt der FC Rüti ab. Am 19. Juni verlieren die Rütner in Chur 1:5 und müssen den Gang in die regionale 2. Liga antreten. Damit ist auch klar: Erstmals seit der Saison 2011/2012 ist das Oberland im Fussball nicht mehr auf überregionaler Ebene vertreten. (Foto: Christian Merz)

Heimsieg vor fast leeren Rängen

Erstmals seit 2018 wird am 11. Juli der Bachtel-Schwinget wieder durchgeführt. Dem Fischenthaler Fabian Kindlimann reicht im Schlussgang ein Gestellter gegen Klubkollege Roman Schnurrenberger zum Tagessieg. Es fehlen die grossen Namen auf der Schwingerliste, weil gleichzeitig verschiedene andere Schwingfeste stattfinden. Und es fehlen die Zuschauer, weil sich der Schwingklub Zürcher Oberland aufgrund der Corona-Auflagen dazu entschliesst, kein Publikum zuzulassen. (Foto: David Kündig)

Der Triathlon als Premiere

Es ist der erste Grossanlass des Jahres im Kanton Zürich: Am 17. und 18. Juli findet der Uster Triathlon statt, mit rund 1400 Teilnehmern, die über ein Covid-Zertifikat verfügen müssen. Florin Salvisberg und Olivia Keiser heissen die Sieger über die Olympische Distanz. (Foto: David Kündig)

Fuchs und das nächste Spitzenpferd

Die angestrebte Olympia-Medaille hatte Martin Fuchs im August sowohl im Einzel (16.) als auch mit der Equipe (5.) verpasst. Doch an den Europameisterschaften schlägt der Bietenholzer Weltklasse-Springreiter zu. Am 3. September gewinnt er mit dem Team Gold, am 5. September lässt er im Einzel Silber folgen. Es sind spezielle Erfolge, weil Fuchs sie nicht mit seinem langjährigen Spitzenpferd Clooney, sondern dessen Nachfolger Leone Jei (im Bild) erzielt. Für Clooney sind die Olympischen Spiele das Karrierenende, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte. Der Schimmel, den Fuchs als «das beste Springpferd, das die Schweiz je hatte» bezeichnet, bricht sich nach der Rückkehr aus Tokio das rechte Vorderbein und geht deshalb in den Ruhestand. (Foto: Keystone)

Der wohldosierte Greifenseelauf

Zum zweiten Mal findet der Greifenseelauf aufgrund der Pandemie nur häppchenweise statt. Als «The Special One II» betiteln die Organisatoren die 42. Auflage des Traditionsanlasses. Vom 15. bis 18. September nehmen rund 5000 Läuferinnen und Läufer an der Veranstaltung teil. (Foto: Christian Merz)

Für diese Medaille muss er leiden

Magenkrämpfe, garstiges Wetter und eine blutende Wunde an der Augenbraue können ihn nicht stoppen: Am 19. September wird der Bäretswiler Duathlet Jens-Michael Gossauer zum zweiten Mal nach 2019 Vize-Weltmeister über die Langdistanz. (Foto: Powerman Zofingen)

So gut wie noch kein Schweizer vor ihm

Gleich mehrfach feiert Simon Marquart historische Erfolge: Im Frühling gewinnt der Mönchaltorfer BMX-Fahrer als erster Schweizer überhaupt ein Weltcuprennen. Und am 31. Oktober sichert er sich den Gesamtweltcup in seiner Disziplin – ebenfalls als erster Schweizer. Der 4. WM-Rang und die erstmalige Olympia-Teilnahme runden die sehr erfolgreiche Saison ab. (Foto: Nico van Dartel)

Im Herbst schlägt sie so richtig zu

Sie lässt die Rekorde purzeln, feiert mehrere Weltcupsiege – und gewinnt Edelmetall an einem Grossanlass. Am 6. November holt die Ustermer Schwimmerin Maria Ugolkova im russischen Kasan EM-Silber über 200 m Lagen. Es ist der Höhepunkt eines starken Herbstes für Ugolkova – nach enttäuschend verlaufenen Olympischen Spielen. (Foto: Keystone)

Der Abschied des Fan-Lieblings

Es ist ein bitterer Abschluss einer aussergewöhnlichen Karriere: Am 12. Dezember bestreitet Kimi Räikkönen in Abu Dhabi sein 75. und letztes Formel-1-Rennen für das Hinwiler Sauber-Team. Nach insgesamt 19 Saisons und 350 GP-Starts tritt der Finne zurück. Die Zielflagge sieht Räikkönen bei seiner Derniere nicht; er muss seinen Boliden wegen technischer Probleme abstellen. So ein Ende hat Räikkönen nicht verdient – es passt aber zur verkorksten Saison der Hinwiler, die gar auf den zweitletzten WM-Rang zurückfallen. (Foto: Sauber Motorsport)

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