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Uster Games

Beste Unterhaltung des UHC Uster

An den Uster Games gewinnt der UHC Uster gegen Zug United 8:3. Trotz des vermeintlich klaren Verdikts fiel die Entscheidung in der NLA-Partie allerdings erst in der Schlussphase.

David
Schweizer
Sonntag, 21. November 2021, 16:04 Uhr Uster Games
Jubel Uster nach 1:1.
Die Spieler des UHC Uster freuen sich über den 8:3-Sieg gegen Zug United.
Foto: Christian Merz

Der UHC Uster nutzte am Samstagabend die Gelegenheit, um im Rahmen der Uster Games vor schöner Zuschauerkulisse beste Werbung in eigener Sache zu machen. Mit dem 8:3 über Zug United triumphierte er erstmals in dieser Saison gegen eines der Top-6-Teams und sorgte dabei mit einem spektakulären Schlussdrittel erst noch für ausgezeichnete Unterhaltung. 

Dabei verlief die NLA-Partie über lange Zeit äusserst ausgeglichen. Sinnbildlich dafür war eine Szene in der 52. Minute. Schon wollte der Ball im Ustermer Netz zappeln, doch da schnellte noch reflexartig die linke Hand des Keepers Nicola Brütsch hervor und verhinderte in Unterzahl den erneuten Zuger Ausgleichstreffer durch Alexander Larsson. Und dies nur kurz nachdem Claudio Schmid das Heimteam mit seinem Tor zum 4:3 zum dritten Mal in Führung gebracht hatte. 

Die schnelle Reaktion

Die Parade war ungemein wichtig. Anstatt dass die Zentralschweizer mit dem Momentum auf ihrer Seite in die Schlussphase steigen konnten, mussten sie keine Minute später einen Doppelschlag in Form der Treffer von Markus Kulmala und Dreifachtorschütze Schmid innerhalb von drei (!) Sekunden hinnehmen, was die Vorentscheidung zugunsten der Ustermer bedeutete.

Der folgende Versuch der Zuger mit einem sechsten Feldspieler anstelle von Torhüter Petter Nilsson war geprägt durch eine weitere Glanztat Brütschs gegen Larsson. Dieser wurde wohl aufgrund der Vielzahl seiner vom UHCU-Goalie zunichte gemachten Torchancen in dieser Begegnung während der Nacht wohl von Alpträumen in Form des Ustermer Trikots mit der Nummer 37 heimgesucht – und endete mit dem Treffer Klauenböschs zum 7:3 ins leere Gehäuse. 

Patrik Dóža setzte eine gute Minute vor der Schlusssirene mit seinem dritten Treffer des Abends noch einen drauf. Zuvor konnte der Tscheche zweimal bei Powerplay-Situationen erfolgreich reüssieren, wobei er beide Male von der rechten Seite ein Zuspiel seines Landsmanns Martin Pražan per Onetimer unhaltbar für Nilsson ins Tor der Zuger hämmerte.

Drei starke Linien als Basis

Tschechen-Power(play) – eine neue Waffe im Ustermer Team? Pražan relativierte: «Klar ist es toll, in Überzahl jemand wie Patrik neben sich zu haben, aber das darf nicht unsere einzige Powerplayvariante sein. Es braucht verschiedene Spielzüge, die wir im Training üben.» Und was war die Basis für den Erfolg? «Für uns ist es wichtig, dass wir bis ins letzte Drittel dranbleiben, damit wir eine Siegchance haben. Und heute haben alle drei Linien über die 60 Minuten gut gespielt und ihren Job erledigt.»

So gesehen fast etwas schade, folgt nun eine vierwöchige, weltmeisterschaftsbedingte Pause. (Philipp Wyss)

Zufrieden trotz etwas weniger Zuschauer

Der Zuschaueraufmarsch hätte bei der neunten Auflage der Uster Games etwas grösser sein dürfen. Und dennoch: «Insgesamt waren doch 1200 Besucherinnen und Besucher an beiden Tagen vor Ort», zog OK-Präsident Daniel Weber ein versöhnliches Fazit. Die Organisatoren erhielten zudem viel Dank – für den Mut, den Anlass unter diesen besonderen Umständen überhaupt durchzuführen. «Gerade die Aussicht auf das 10-Jahr-Jubiläum motiviert uns fürs kommende Jahr», sagt Weber.

Emotional wurde es trotz etwas weniger Zuschauer – gerade am Samstagabend aufgrund des starken Auftritts des Ustermer Unihockey-NLA-Teams. Und auch das Rahmenprogramm mit dem Smolball-Showspiel, Tanzeinlagen der Cheerleaders Pink Ladies und des Chibu-Studios sowie Live-Rap konnte sich sehen lassen. «Wir sind zufrieden, organisatorisch hat alles sehr gut geklappt», freut sich Weber. (zo)

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