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Unihockey NLA

Uster taucht nach dem späten Sieg

Der UHC Uster hinterlässt in der Doppelrunde vom Wochenende einen zwiespältigen Eindruck.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 07. November 2021, 22:54 Uhr Unihockey NLA
Akrobatisch: Uster-Verteidiger Pascal Schmuki (links) gegen Sarnens Cornel von Wyl. Foto: Christian Merz
Foto: Christian Merz

Der Einstieg in die Doppelrunde vom Wochenende gelang dem UHC Uster mit einem 6:3-Erfolg gegen Sarnen. Am Sonntag dann folgte eine herbe 4:10-Niederlage in Malans. Und trotz der drei Zähler vom Samstag bleibt ein zwiespältiger Eindruck haften.

Ent­sprechend fiel auch das Fazit von Uster-Captain Tobias Ledergerber aus: «Am Samstag haben wir zwar auch nicht unser bestes Spiel gezeigt. Trotzdem hatte ich da nie das Gefühl, dass wir die drei Punkte nicht einfahren werden. Gegen Malans war irgendwie von Anfang an der Wurm drin. Wir haben über die ganzen 60 Minuten zu wenig Energie auf den Platz gebracht und so leider eine Chance verpasst, gegen ein Topteam zu zeigen, was wir wirklich draufhaben.»

Die Fesseln nur kurz gelöst

Tatsächlich gelang Malans an diesem Abend zwar auch nicht ganz alles, aber halt sehr vieles besser als dem UHC Uster – auch der Start in die Partie. Nach drei Minuten lagen die Malanser bereits 2:0 in Front. Zwar gelang Micha Zürcher mit seinem ersten NLA-Tor der zwischenzeit­liche Anschlusstreffer.

Doch der Ertrag aus der vierminütigen Überzahl wenig später war dann für Uster wiederum ernüchternd, bestand er doch aus einem einzigen gefährlichen Abschluss sowie einem Torerfolg der Bündner. Diese verstanden es über den Grossteil der Begegnung, die offensive Entwicklung der Ustermer stark einzuschränken.

Nur zu Beginn des Mitteldrittels vermochten die Ustermer die Malanser Fesseln kurz etwas zu lösen, doch Filip Karlsson wie auch Claudio Schmid scheiterten. Dann bauten die Malanser ihren Vorsprung bis zur zweiten Pause auf 5:1 aus. Für die Zuschauer spektakulär gestaltete sich der Schlussabschnitt, in der die zwei Teams zwischen der 47. und der 52. Minute nicht weniger als sechs Treffer produzierten, jedoch ausgeglichen verteilt auf beide Seiten, sodass nicht wirklich neue Spannung erzeugt wurde.

Entspannung erst am Ende

Im Heimspiel gegen Sarnen am Samstag waren die Nerven der Ustermer Fans bis in die Schlussminute strapaziert worden. Erst als Ramon Zimmermann eine knappe Minute vor Ende der Partie den Ball zum 5:3 in das von Sarnen-Keeper Pascal Amrein verlassene Gehäuse spedierte, konnte sich das Ustermer Publikum  beruhigt zurücklehnen. Patrik Doza doppelte dann noch nach und schoss eine Sekunde vor der Schlusssirene seinen ersten Treffer im Ustermer Dress.

Entscheidend war eine Phase Ende des zweiten und Anfang des dritten Drittels: Beim Stand von 3:2 für Uster spielten die Obwaldner für knapp drei Minuten in Überzahl, davon 55 Sekunden mit zwei Mann mehr; viel Gefahr brachten sie dabei allerdings nicht zustande.

Nach 28 Sekunden im Schlussdrittel gelang ­ihnen der Ausgleich doch, und es bedurfte kurz darauf einer Grosstat von UHCU-Keeper Nicola Brütsch, um die Gästeführung zu verhindern. Mit der nächsten Aktion erzielte Martin Prazan das 4:3 für Uster, das der kurzen Sturm-und-Drang-Phase Sarnens ein Ende setzte. Der Ustermer Erfolg stand zwar spät fest, war jedoch angesichts der Spielanteile und der Zahl der Torchancen verdient. (Philipp Wyss)

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