×
Bäretswilerin wird Schluchtenkönigin

Mit diesem Titel hat sie nicht gerechnet

Etwas weniger sechs Stunden hat Katja Zwiker für die zwei Läufe Transruinaulta und Transviamala insgesamt gebraucht. Schneller als die Oberländerin war im Bündnerland keine andere Frau unterwegs.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 26. Oktober 2021, 17:00 Uhr Bäretswilerin wird Schluchtenkönigin
Leichtfüssig unterwegs zum Gesamtsieg - die Bäretswilerin Katja Zwiker.
Foto: Dominik Aebli

Feiner Erfolg für Trailläuferin Katja Zwiker: Dank der schnellsten Gesamtzeit beim Transruinaulta Trailmarathon von Ilanz nach Thusis und beim Transviamala Erlebnislauf, der über 19 Kilometer von Thusis nach Donat führte, gewann die Bäretswilerin den Schluchtenkönigin-Titel.

Drei Läufe an drei aufeinanderfolgenden Tagen – so etwas machte Zwiker im September 2020 anlässlich der Swiss Trail Tour. Gesamthaft meisterte sie damals 107 Kilometer mit 6000 Höhenmetern, Start- und Ziel befanden sich bei jeder Etappe in Lenk.

Anders präsentierte sich das Format der Schluchtenwertung vom Wochenende: Am Samstag ging es von Ilanz aus durch die imposante Rheinschlucht nach Thusis, wo tags darauf das zweite Teilstück begann und durch die Viamala-Schlucht nach Donat am Schamserberg führte. Die Gesamtdistanz: 61,2 Kilometer, garniert mit 2750 Höhenmetern.

Für die beiden Etappen benötigte Zwiker 5:56:59 Stunden und war somit die schnellste Frau. Ihr Vorsprung: nahezu zehn Minuten.

Eine Krone aus Holz: Katja Zwiker (links) mit der Trophäe. (Foto: Reiner Schilling)

«Mit dem Titel Schluchtenkönigin rechnete ich keineswegs», sagte die 43-Jährige nach vollbrachter Leistung. «Vielmehr ging es mir darum, die beiden Läufe zu geniessen.» Was ihr gemäss eigener Aussage gelang.

Trotz grosser Anstrengung. «In den Schlussphasen musste ich jeweils gehörig beissen», sagte Zwiker. Die Strecke des 42,2 Kilometer langen und mit 1800 Höhenmetern gespickten 8. Transruinaulta kannte sie von der Teilnahme 2018, am 19 Kilometer messenden 20. Transviamala, auf dem es 950 Meter aufwärts ging, startete sie das erste Mal.

Diese Premiere wird die Zürcher Oberländerin nie vergessen – dank der aus Holz geschnitzten Krone, welche sie an die beiden Tage erinnert. (Anita Fuchs)

Kommentar schreiben