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Wolfhauser Radfahrer

Selenati rauscht knapp am EM-Podest vorbei

An der Bahn-EM in Grenchen kann Nico Selenati im Ausscheidungsfahren lange auf eine Medaille hoffen. Am Schluss wird er undankbarer Vierter.

Redaktion
Züriost
Mittwoch, 06. Oktober 2021, 08:41 Uhr Wolfhauser Radfahrer

Sechs EM-Medaillen hatte Nico Selenati im Nachwuchs auf der Bahn gewonnen. Beinahe hätte er sich jetzt auch seine erste bei der Elite gesichert. An der Heim-EM in Grenchen  verpasste der Wolfhauser im Ausscheidungsfahren den Sprung aufs Podest als Vierter nur knapp.

Der 25-Jährige zeigte in der nicht-olympischen Disziplin eine beherzte Leistung und durfte lange auf den Medaillengewinn hoffen. Als von den ursprünglich 22 Fahrern nur noch ein Quartett übrig war, blieb der Oberländer allerdings ohne Chance.

Selenati zögerte beim Angriff des Portugiesen Joao Matias einen Moment zu lange. Danach vermochte er nicht mehr genügend Tempo aufzubauen. Er konnte das Hinterrad des auf Platz 2 liegenden Franzosen Thomas Boudat nicht halten und wurde auch noch von Sergej Rostowzew überspurtet, sodass er ausschied. 

Während sich Selenati mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben musste, gewann der Russe Rostowzew danach EM-Gold. Die Freude über den Erfolg war bei ihm so gross, dass er sich auf der Bahn hinkniete und diese küsste.

Hier Selenatis starker Auftritt zum Nachschauen – ab Minute 56. (Quelle: youtube)

Auch wenn die Enttäuschung beim Wolfhauser im ersten Moment wohl überwog, dürfte er sich mit etwas Distanz über den starken Auftritt freuen. Es war nicht selbstverständlich, dass er in Grenchen überzeugen konnte.

Der Oberländer hat eine schwierige Saison hinter sich. Auf der Strasse fand er erst auf den letzten Drücker Unterschlupf in einem Team auf dritthöchster Stufe und bestritt nicht so viele Rennen wie erhofft.

Sein letzter internationaler Einsatz auf der Bahn liegt derweil ebenfalls länger zurück. Im Nations Cup – dem Nachfolgewettbewerb des Bahn-­Weltcups – verpasste Selenati aus verschiedenen Gründen alle drei Stationen. So konnte er vor der Heim-EM nicht einschätzen, wie gut er in Form war. (ome/sda) 

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