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Uster bringt den Meister in Bedrängnis

Der UHC Uster lässt aufhorchen: Gegen den aktuellen Meister Köniz spielen die Ustermer stark und verlieren nur knapp 5:6.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 03. Oktober 2021, 22:37 Uhr
Gegen Köniz gab es zwar keinen Siegesjubel, aber Uster verkaufte sich stark.
Archivfoto: Christian Merz

Es war nur vermeintlich respektive auf dem Papier eine klare Angelegenheit: Hier die Ustermer Equipe, wohl talentiert, aber auch jung und unerfahren. Da der Meister aus Köniz, gespickt mit Nationalspielern, viel Erfahrung und Abgebrühtheit. Und doch entwickelte sich eine enge und ausgeglichene Partie, die zwar mit dem erwarteten Sieger Köniz endete. Doch Uster musste sich bei der 5:6-Niederlage nicht verstecken.

Im ersten Drittel lagen beide Teams gleichauf. Die Ustermer gaben sich keine Blösse, versteckten sich nicht und agierten konsequent. Und sie vermochten auf Rückschläge zu reagieren – das frühe 0:1 glich Tobias Ledergerber in der 13. Minute aus. Uster strahlte ebenso viel Torgefahr aus wie der Gegner.

Auch im zweiten Drittel, das sie mit einem 1:2-Rückstand in Angriff nahmen, blieben die jungen Ustermer weiterhin frech. Und sie hatten damit Erfolg: Fadri Burkhart bediente Florian Bolliger, der zum 2:2 traf. Und nur wenig später brachte Marco Klauenbösch die Ustermer gar in Führung. Ganz so schwierig hatten sich die Berner diese Partie wohl nicht vorgestellt.

Unbekümmerte Ustermer

Die unbekümmert auftretenden Ustermer erspielten sich nun sogar Chancen, die Führung auszubauen. Doch Topskorer Filip Karlsson scheiterte alleine vor Köniz-Torhüter Patrick Eder. Und später zauberten sich Marcel Arnet und Claudio Schmid durch die Berner Verteidigung – allerdings ohne Torerfolg.

Deshalb kam es, wie es kommen musste: Köniz zwang die Ustermer zu einem Fehler in der Auslösung – und nutzte die Gelegenheit zum 3:3-Ausgleichstreffer.

Im Schlussdrittel lagen die Spielanteile deutlicher bei Köniz als zuvor. Aber die Ustermer arbeiteten defensiv diszipliniert. Und während die Könizer vermehrt mit der eigenen Chancenauswertung haderten, liess Uster-Keeper Nicola Brütsch immer weniger zu.

Clevere Berner

Den 4:3-Führungstreffer der Gäste glich Martin Prazan noch aus. Doch als Köniz in der 53. Minute erneut in Führung ging und drei Minuten später nachlegte, lief Uster die Zeit davon. Ohne Torhüter und mit einem sechsten Feldspieler verkürzte Schmid zwar noch auf 5:6 – verhindert liess sich die Niederlage aber nicht mehr. Zu clever agierten die Gäste in den Schlussminuten. (ucu)

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