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Unihockey NLA

Zu viele Nackenschläge für den UHC Uster

Der UHC Uster wehrt sich vehement im ersten NLA-Kantonsderby gegen Rychenberg Winterthur – und muss dennoch als 5:7-Verlierer vom Feld.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 26. September 2021, 10:40 Uhr Unihockey NLA
War bei vielen Ustermer Offensivszenen beteiligt: Claudio Schmid.
Archivfoto: Christian Merz

Es gab einige mentale Nackenschläge für den UHC Uster einzustecken beim 5:7 gegen Rychenberg. Angefangen mit dem frühen Rückstand nach nur gut zwei Minuten sowie den zweiten Winterthurer Treffer gerade mal 24 Sekunden nach dem Ausgleich durch Marco Klauenbösch im ersten Drittel.

Letzteres wiederholte sich im mittleren Abschnitt, als die Gäste wiederum nur 29 Sekunden benötigten, um auf das Ustermer Anschlusstor von Silvan Helbling zum 2:3 eine schnelle Antwort zu finden.

Ein omnipräsenter Schmid

Dass das Resultat zur Minute 45 dennoch 4:4 stand, war primär das Verdienst von Claudio Schmid, der bei allen Ustermern Treffern den Stock im Spiel hatte, in den ersten beiden Fällen als präzis agierender Passgeber, danach als zweifacher Torschütze. Das Zuspiel zum 4:4 lieferte übrigens der junge Lette Daniels Jānis Anis, der im letzten Durchgang zu seinen ersten Einsätzen im Dress des UHCU kam und nur knapp vier Minuten benötigte, um sich seinen ersten Punkt gutschreiben zu lassen.

In der Folge bot sich den Ustermern infolge einer Bankstrafe gegen Winterthurs Aeschimann gar die gute Chance, erstmals in Führung zu gehen.

Am meisten über eine verpasste Gelegenheit zu hadern nach der zweiminütigen Überzahl hatte jedoch Gästecaptain Nils Conrad, der während der Unterzahlphase zu einem 1:1-Duell gegen Uster-Keeper Nicola Brütsch hatte antreten können, nachdem eine Intervention des Letzteren gegen ihn bei einem Konter der Rychenberger von den Schiedsrichtern als penaltywürdig taxiert worden war. Brütsch behielt jedoch die Ruhe und parierte souverän.

Die darüber wohl noch vorhandene Portion Frust setzte Conrad keine Minute später allerdings in einen Power-Weitschuss um, der dann doch den Weg zum erneuten Winterthurer Führungstreffer ins Netz fand. Umso ärgerlicher, weil wenige Sekunden zuvor Martin Pražan aus bester Position an Gästekeeper Locher gescheitert war.

Ungenutzte Chancen

Das Heimteam reagierte, aber weder Markus Kulmala, Tobias Ledergerber noch Schmid reüssierten vor dem gegnerischen Tor. Jubeln tat in Minute 55 stattdessen Rychenbergs Topscorer Lindgjerdet, der einen schnellen Spielzug der Winterthurer erfolgreich hatte abschliessen können.

Zwar brachte Klauenbösch das Heimteam mit einem Powerplaytreffer nochmals heran, aber nachdem man in der Schlussminute Torhüter Brütsch gegen einen zusätzlichen Feldspieler ausgetauscht hatte, machte Lindgjerdet zwei Sekunden vor der Schlusssirene mit seinem dritten Treffer des Abends den Sack zu. (uhcu)

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