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Unihockey Frauen NLA

Die starke Wende der Floorball Riders

Die Floorball Riders gewinnen das erste Oberländer Derby der Frauen-NLA gegen den UHC Laupen 6:4. Fünf der sechs Tore erzielten sie im Mittelabschnitt.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 26. September 2021, 22:50 Uhr Unihockey Frauen NLA
Melanie Klöti (Floorball Riders) behauptet sich gegen die Laupnerinnen Melanie Rüegg und Celine Müller.
Foto: Robert Pfiffner

Das erste NLA-Derby der Saison zwischen Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti und dem UHC Laupen hätte nicht besser für die Gäste beginnen können.

93 Sekunden waren erst gespielt, als Melanie Rüegg zur Führung traf. Und es kam noch besser: Voller Euphorie nutzten die Laupne­rinnen das Momentum und bauten den Vorsprung bereits in der 6. Minute zum 2:0 aus. Vanessa Kapp versenkte den Ball nach ­einem weiten Pass von Sabrina Aerne gekonnt im Tor.

Die Basis für den ersten Laup­ner Sieg in der noch jungen Meisterschaft schien also gelegt.

Nur: Die Floorball Riders kamen eindrücklich zurück, und siegten am Ende doch noch 6:4. Dies vor ­allem dank eines starken Mittelabschnitts. Es war zunächst Iris Brünn, die mit einem Doppelschlag das Skore wieder ausgleichen konnte (26.). Dem nicht ­genug, gaben die tschechischen Neuverpflichtungen Hana Polakova (2) und Anna Bachrata der Partie mit ihren Toren zum 5:2 bis zur zweiten Pausensirene endgültig eine neue, wegweisende Richtung. 

Laupens Schlussoffensive

Die Laupnerinnen waren nun gefordert. Tatsächlich konnte Viviane Manser alsbald – und erneut auf Zuspiel von Aerne (42.) – auf 3:5 verkürzen. Die Antwort der Riders liess jedoch nicht lange auf sich warten, und nur Sekunden später war der alte Abstand wiederhergestellt. Polakova war bereits zum dritten Mal für die Riders erfolgreich.

Inzwischen kamen die fast 200 Zuschaue­rinnen und Zuschauer auf ihre Kosten: Sie genossen ein emo­tionales Derby mit allem, was dazu gehört. Vor allem, da Veronika Lackova acht Minuten vor Schluss nach einer Vorlage von Alina Hofmann die Hoffnung bei den Gästen zurückbrachte – 4:6. 

In der verbleibenden Zeit bündelten die Laupnerinnen deshalb die Kräfte auf zwei Blöcke. Trotz Kampfgeist und vielen Angriffsversuchen sollte das Anschlusstor aber nicht mehr fallen. 

Für die Floorball Riders ist es der erste Derbyerfolg in der Meisterschaft seit März 2018 – als sich Laupen im NLB-Playoff-­Final mit 2:1 Siegen durchsetzen konnte. Nach der Rückkehr in die NLA hatte man sich zunächst zweimal geschlagen geben müssen (1:2, 3:5). Und trotzdem kommt der Erfolg der Floorball Riders nicht so überraschend. Denn während die Laupnerinnen auf ihre vierte NLA-Saison hin eher an Tiefe im Kader verloren, konnte der Lokalrivale personell sogar aufrüsten. Die Forderung von Riders-Coach Florian Fauser, «mehr Siege einzufahren», scheint also durchaus insgesamt realistisch.

Schon weiter als letzte Saison

12 der 13 Qualifikationsspiele verloren sie nämlich noch in der letzten NLA-Meisterschaft, bis zu den erfolgreichen (aber auch bedeutungslosen) Playouts gegen Frauenfeld (3:0). Und dennoch: Die Floorball Riders sind nach dem Derbyerfolg über Laupen nach drei Spieltagen also schon weiter. (zo)

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