×
Bertschiker Bergläufer

Wenk schlägt im steilen Schlussanstieg zu

Stephan Wenk teilt seine Kräfte am Jungfrau Marathon perfekt ein und wird Zweiter.

Oliver
Meile
Sonntag, 12. September 2021, 13:47 Uhr Bertschiker Bergläufer
Der Bertschiker Stephan Wenk (links) lief am Jungfrau Marathon aufs Podest.
Foto: Swiss-Image/Andy Mettler

Die Veranstalter nennen ihn ohne falsche Bescheidenheit den schönsten Marathon der Welt. Die Umgebung, in der sich Jahr für Jahr 4000 Läuferinnen und Läufer bewegen, ist mit dem Brienzersee, Wengen und dem Ziel auf dem Eigergletscher auf über 2300 m denn auch prächtig.

Und wenn dann wie bei der 28. Austragung der Traditionsveranstaltung im Berner Oberland Kaiserwetter ist und ideale Temperaturen herrschen, ist das Läuferglück perfekt. Trotz den grossen Strapazen, die es auf der 42 km langen Strecke mit ihren 1829 Höhenmeter zu bewältigen gibt. 

2394 Läuferinnen und Läufer erreichten letztlich das Ziel. Nur ein einziger jedoch war schneller als der Oberländer Bergläufer Stephan Wenk – der Spanier Jose David Cardona.

Etwas weniger als sechs Minuten nach dem Sieger hatte der 38-jährige Bertschiker nach 3:10 Stunden sein Pensum ebenfalls absolviert und traf am neuen Standort des Ziels ein, das statt bei der kleinen Scheidegg 250 Höhenmeter weiter oben lag.

Wenk hatte den Jungfrau Marathon zuletzt viermal in den Top 6 beendet, wobei er einzig 2016 als Dritter auf dem Podest gestanden hatte. Wenks Freude über den 2. Platz war gross. Der Oberländer sprach von einem herausragenden Resultat seiner Karriere. Und sagte: «Ich bin sehr stolz darauf.»

Der Bertschiker teilte sich das Rennen, von dem er sagt, in diesem sei viel Geduld gefragt, ausgezeichnet ein. Im flachen Teil versuchte er seinen eigenen Rhythmus zu laufen und forcierte nicht.

Anders als etwa Clément Durance. Der Franzose lag bei Rennhälfte noch an der Spitze, im Aufstieg nach Wengen fiel er dann aber zurück.

Wenk hingegen war bei der Abzweigung Wixi auf 1855 m noch an fünfter Stelle. Er legte auf dem steilen Weg zum Ziel aber zu und überholte noch drei Konkurrenten – den letzten sogar nach der 40-km-Marke. 

Siegerin bei den Frauen wurde die Deutsche Laura Hottenrott. Eine starke Leistung zeigte Theres Leboeuf. Die in Rüti aufgewachsene und nun seit vielen Jahren in der Westschweiz lebende Läuferin klassierte sich als Dritte. Sie war damit beste Schweizerin. 

Kommentar schreiben