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Bietenholzer verpasst Medaille

Fuchs: «Ich habe reiterlich versagt»

Die Schweizer Springreiter müssen den Traum von einer Olympia-Medaille im Einzel-Final begraben. Sowohl Martin Fuchs auf Clooney als auch Beat Mändli im Sattel von Dsarie meisterten den Parcours in Tokio nicht fehlerfrei.

Redaktion
Züriost
Mittwoch, 04. August 2021, 13:55 Uhr Bietenholzer verpasst Medaille
JAPAN OLYMPIC GAMES EQUESTRIAN
Da fällt die Stange: Martin Fuchs und Clooney produzieren am zweitletzten Hindernis einen Abwurf.
Foto: Keystone

Nach seinem Nuller-Ritt in der Qualifikation sah es für Martin Fuchs im Olympia-Final der besten 30 Springreiter lange gut aus. Der Bietenholzer hatte sich im Vorfeld optimistisch gezeigt («normalerweise steigern sich Clooney und ich von Tag zu Tag») und schien im Final auf bestem Weg, erneut einen Nullfehlerritt hinzulegen und sich für das Stechen zu qualifizieren.

Doch mit zwei Abwürfen an den letzten beiden Hindernissen handelte sich der Europameister von 2019 und ehemalige Weltranglistenerste acht Strafpunkte ein – der Einzel-Medaillentraum war dahin.

Kurz nach seinem Einsatz zeigte sich der Bietenholzer im TV-Interview gefasst. «Ich weiss noch nicht so recht was los ist, aber die Enttäuschung wird kommen», sagte Fuchs. «Ich fühlte mich super durch den ganzen Parcours, doch am Schluss habe ich reiterlich versagt und mein Pferd im Stich gelassen.»

Erst zu nah, dann viel Risiko

Er habe in der letzten Linie kurzfristig einen zusätzlichen Galoppsprung eingebaut, kam so aber zu nahe an den zweitletzten Sprung, was zum Fehler führte. Der Abwurf am letzten Sprung geschah hernach, weil Fuchs viel Risiko nahm, um wenigstens noch der Schnellste zu sein.

Im Teamwettkampf hat Fuchs eine weitere Chance auf eine Medaille. «Das ist ein grosses Ziel», sagte der Bietenholzer, «doch zuerst muss ich diesen Wettkampf verarbeiten. Dann schaue ich wieder nach vorne.»

Nächste Chance am Freitag und Samstag

Beat Mändli, der in der Qualifikation lediglich einen Zeitfehler zu beklagen hatte, musste ebenfalls zwei Abwürfe hinnehmen. Nach einem weiteren Fehler am Wassergraben entschied sich der Routinier, den Wettkampf vorzeitig abzubrechen.

Steve Guerdat, der Olympiasieger von 2012, war wegen eines leichten Fehlers überraschend bereits in der Qualifikation hängen geblieben.

Noch bleibt den Schweizern im Teamspringen eine zweite Chance auf Edelmetall. Nach der Qualifikation am Freitag werden tags darauf die Medaillen vergeben. (zo/sda)

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