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Geplatzter Paralympics-Traum

Oberländer Sportler aussen vor

Weder Sprinterin Abassia Rahmani (Wila) noch die Handbiker Felix Frohofer (Russikon) und Benjamin Früh (Grüt) haben es ins Aufgebot der Paralympics von Tokio geschafft.

Redaktion
Züriost
Montag, 12. Juli 2021, 17:50 Uhr Geplatzter Paralympics-Traum

13 Athletinnen und 7 Athleten umfasst das Schweizer Team für die Paralympics vom 24. August bis zum 5. September in Tokio. Nur: Im Gegensatz zur letzten Austragung vor fünf Jahren sind dieses Mal keine Sportlerinnen und Sportler aus der Region am Start.

Die Wilemer Sprinterin Abassia Rahmani gehörte damals in Rio de Janeiro zu den positiven Überraschungen, als sie mit einer persönlichen Bestzeit über 200 m den starken vierten Platz erreichte.

Zwei Jahre später wurde sie sogar Europameisterin über ihre Spezialdisziplin. Nur: Diese ist in der japanischen Hauptstadt gar nicht mehr im Programm.

Rahmani versuchte sich deshalb über die 100 m zu qualifizieren. Aber die 29-Jährige ist über diese Distanz aufgrund ihrer beidseitigen Unterschenkel-Amputation gerade beim Start im Nachteil.

«Wir hätten Abassia gerne dabei gehabt – leider konnten wir aber nur ein Quintett bei den Leichtathletinnen nominieren», bedauert Roger Getzmann, der Schweizer Chef de Mission.

Gegen Recher den Kürzeren gezogen

Ebenso Paralympics-Erfahrung hat der Russiker Handbiker Felix Frohofer, der 2016 aufgrund dem Ausschluss von russischen Sportlern nachnominiert wurde und dann in der Kategorie H4 je einen 12. Platz im Strassenrennen und im Zeitfahren herausfuhr.

Mit Blick auf Tokio zog der Oberländer im Duell mit dem in der selben Klasse fahrenden Fabian Recher den Kürzeren, der zuletzt erhebliche Fortschritte gemacht hatte.

Auf seine Paralympics-Premiere hoffte auch Benjamin Früh (H1). Der 29-Jährige aus dem Grüt gehörte aber ebenso nicht zu den Auserwählten im kleinen Schweizer Cycling-Team, dem nebst Recher mit Tobias Fankhauser vor allem auch Heinz Frei angehört. Für den vielfachen Titelgewinner sind es bereits die elften Paralympics.

«Die Entscheide waren zum Teil hart», bekräftigt Getzmann. Er hält allerdings auch fest, dass gerade das Schweizer Aufgebot für Rio nicht als repräsentativ gelten kann. Nach dem Ausschluss des gesamten russischen Teams waren nebst Frohofer drei weitere Schweizer nachnominiert worden. (dsc)

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