×
Frust für Ustermer Ruderin

Gmelins Olympia-Hauptprobe misslingt gründlich

Jeannine Gmelin bleibt am Heim-Weltcup in Luzern chancenlos. Völlig überraschend kam das für die Ustermer Ruderin aber nicht.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 23. Mai 2021, 20:46 Uhr Frust für Ustermer Ruderin
Jeannine Gmelin kam im Final auf dem Rotsee nicht über den letzten Rang hinaus.
Foto: Keystone

Jeannine Gmelin erlebte in ihrem letzten Rennen vor den Olympischen Spielen in Tokio eine grosse Ernüchterung. Die EM-Dritte konnte am Heim-Weltcup auf dem Rotsee in keinster Weise mit ihren Konkurrentinnen mithalten und wurde nur Sechste. Nach 500 m betrug ihr Rückstand auf die Führende bereits 3,95 Sekunden, bei Rennhälfte 6,62 Sekunden.

Im Ziel lag Gmelin um 12,28 Sekunden hinter der Zweitletzten, der britischen EM-Zweiten Victoria Thornley. «Ich bekam wenig mit vom Rennen, da ich auch auf der Aussenbahn war», sagte die Weltmeisterin von 2017.

Die grosse Differenz ist teilweise erklärbar, hatte doch Gmelin auf den letzten 500 m mit Wellen, verursacht durch das TV-Boot, zu kämpfen, die es ihr verunmöglichten, Geschwindigkeit aufzubauen. Dass dem so gewesen sei, habe aber auch an ihr gelegen, «da ich nicht nah genug beim Feld war.»

«Ich schluckte zuerst einmal leer, als ich das Resultatblatt sah.»
Jeannine Gmelin

Zum bereits grossen Rückstand nach 500 m sagte Gmelin: «Ich schluckte zuerst einmal leer, als ich das Resultatblatt sah. Auf der anderen Seite weiss ich, worauf es zurückzuführen ist. Von daher bin ich nicht aus allen Wolken gefallen.»

So hat Gmelin noch nicht viel «Speedwork» gemacht. Einen weiteren Teil des letzten Trainingsblocks vor Tokio bildet der physische Feinschliff. Ende Mai reist sie nach Portugal, wo sie bis Ende Juni bleibt.

Den Sieg sicherte sich die russische Europameisterin Hanna Prachatsen, die aktuelle Überfliegerin im Skiff. Rang 3 hinter der Amerikanerin Kara Kohler belegte die Irin Sanita Puspure, die Weltmeisterin von 2018 und 2019. (sda)

Kommentar schreiben