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Räikkönen fährt in Teamkollegen

Sauber-Crash statt WM-Punkte

In Portimao verpasste Alfa Romeo die Top Ten – weil Kimi Räikkönen seinem Teamkollegen ins Heck fuhr. Auch neben der Strecke kassierten die Hinwiler eine Niederlage.

Florian
Bolli
Sonntag, 02. Mai 2021, 21:16 Uhr Räikkönen fährt in Teamkollegen
Ausfall statt Punktejagd: Kimi Räikkönens Auto wird geborgen.
Foto: Keystone

Es war die Peinlichkeit des Tages beim dritten Saisonrennen in Portugal: Auf der Zielgeraden nach der ersten Runde setzte Kimi Räikkönen zum Überholmanöver gegen Antonio Giovinazzi an. Aber statt am Italiener vorbeizuziehen und auf den 12. Rang vorzustossen, fuhr der Finne auf seinen Teamkollegen auf, zerstörte sich den Frontflügel und musste seinen C41-Ferrari im Kiesbett abstellen. Es blieb notabene der einzige Ausfall des Rennens.

Diskussionen über die Schuldfrage liess Räikkönen keine aufkommen. «Es war mein Fehler», gab er noch während dem Rennen zu Protokoll, «ich fuhr in Antonio hinein, mein Frontflügel verkeilte sich unter dem Auto und ich konnte in der Kurve nur noch geradeaus fahren. Das einzig Positive ist, dass Antonio keinen Schaden davontrug.»  

In die Punkteränge reichte es Giovinazzi dennoch nicht. Er wurde 12. – von diesem Platz aus war er auch losgefahren. Etwas mehr als sieben Sekunden fehlten ihm auf den 10. Rang. Teamchef Frédéric Vasseur sprach von gemischten Gefühlen: «Eine Kollision zwischen Teamkollegen ist etwas vom Schlimmsten. Andererseits zeigte Antonio, wie konkurrenzfähig das Auto im Rennen sein kann, und kam nur knapp hinter den Top Ten ins Ziel.»

Definitiv keine Imola-Punkte 

Damit steht das Hinwiler Team auch nach drei Rennen noch immer ohne WM-Punkte da. Denn auch neben der Strecke kassierte Alfa Romeo eine Niederlage. Der Rennstall erreichte zwar, dass die Strafe gegen Räikkönen aus Imola neu beurteilt wird – die Berufung wurde akzeptiert.

Allerdings entschied der Weltverband Fia am Sonntagabend, dass die Strafe gegen Räikkönen bestehen bleibt. Vor zwei Wochen waren dem Finnen zwei Punkte abhandengekommen, weil er sich auf der Aufwärmrunde vor dem Neustart gedreht und die beiden verlorenen Plätze nicht zurückerobert hatte.

Der Sieg in Portimao ging an Titelverteidiger Lewis Hamilton im Mercedes vor Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Der von der Poleposition gestartete Valtteri Bottas wurde im zweiten Mercedes Dritter.

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