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Riediker Snowboarderin

Derungs tritt mit einem guten Gefühl ab

Isabel Derungs hat nach zehn Jahren im Spitzensport genug. Die 33-Jährige gewann in ihrer Karriere einen Weltcup und wurde Olympia-Achte.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 27. April 2021, 10:23 Uhr Riediker Snowboarderin
Fertig Leistungssport: Die Riediker Snowboarderin Isabel Derungs gibt mit 33 ihren Rücktritt.
Foto: PD

Besser geht es kaum. Just zum Ende der Saison erreichte Isabel Derungs vor Wochenfrist beim Big-Air-Europacup auf dem Corvatsch noch den zweiten Rang. Dem nicht genug war der Sprung aufs Podest gleichbedeutend mit SM-Gold im Big Air.

Jetzt ist klar: Mit diesem Wettkampf beendete die Riedikerin ihre Karriere als Leistungssportlerin. «Das fühlt sich gut und richtig an», sagt die 33-Jährige.

Kämpferisch nach Schlüsselbeinbruch

Der Rücktritt ist keine Überraschung. Derungs ist Mutter eines eineinhalbjährigen Sohnes. «Die Vereinbarung von Spitzensport und Familie war definitiv einer der schwierigsten Aufgaben meiner Karriere. Aber ich weiss jetzt, dass das Bestreiten von Weltcups und das Abrufen von guten Leistungen durchaus auch als Mami möglich ist», betonte sie.

Tatsächlich war ihr Comeback nach einer Babypause bemerkenswert. Sie liess sich dabei auch nicht von einem Schlüsselbeinbruch nach einem Sturz im letzten Dezember entmutigen.

Ihre Zuversicht sollte sich auszahlen. Derungs erreichte bei ihrer Weltcup-Rückkehr im Slopestyle nochmals einen 15. Platz und doppelte – wie eingangs erwähnt – kurze Zeit später nochmals nach.

Weltcup-Sieg und Olympia-Teilnahme

Derungs blickt auf eine beachtliche Karriere zurück. Im Januar vor zwei Jahren gewann sie auf der Seiser Alm im Südtirol sogar einen Slopestyle-Weltcup. In dieser Disziplin sicherte sie sich in Copper Mountain zwei weitere Podestplätze. Im Resort im US-Staat Colorado wurde sie im Januar 2013 bei ihrem allerersten Einsatz im Weltcup Dritte, elf Monate später Zweite.

Auch an Grossanlässen reichte es der Riedikerin zu Klassierungen in den Top 10. An den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi wurde sie im Slopestyle Achte, an den Weltmeisterschaften 2013 in Stoneham in Kanada Siebte und 2017 in der Sierra Nevada in Spanien Fünfte.

«Der Leistungssport war und ist noch immer eine grosse Leidenschaft von mir. Mich selbst zu verbessern, Wettkämpfe zu bestreiten und das bedingungslose 'Ja' zu allen Höhen und Tiefen, die der Leistungssport mit sich bringt – das alles gefällt mir sehr! Doch jetzt ist der Spitzensport für mich vorbei», zieht sie Bilanz. (dsc)

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