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Personeller Rückschlag für NLA-Team

Der UHC Uster verliert zwei Routiniers

Mit Raphael Berweger und Simon Suter kommen dem UHC Uster zwei Leistungsträger abhanden. Das stellt Sportchef Michael Reimann vor eine schwierige Aufgabe.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 20. April 2021, 18:17 Uhr Personeller Rückschlag für NLA-Team

Es sind zwei namhafte Abgänge, die der UHC Uster hinnehmen muss: Mit Raphael Berweger und Simon Suter treten zwei Spieler zurück, die das NLA-Team mitgeprägt hatten und beide zeitweise auch die Captainbinde getragen hatten. Berweger – er feiert heute seinen 33. Geburtstag – will künftig in einer Kleinfeldliga spielen, der 30-jährige Suter wechselt zum UHC Pfannenstiel in die 1. Liga.

Zusammen erzielten sie 45 Punkte

Berweger, der von 2007 bis 2010 und nach vier Jahren in Köniz ab 2016 wieder in Uster spielte, war in der letzten Saison Usters Topskorer mit 24 Punkten (11 Tore/13 Assists) aus 16 Spielen. Suter spielte seit 2009 stets in Uster – mit Ausnahme eines Jahres in der zweiten Liga Schwedens. Er belegte zuletzt in der teaminternen Skorerliste den dritten Rang mit 21 Punkten (15/6).

Bitter ist für die beiden, dass ihre NLA-Karriere ohne Highlight zu Ende geht: Zwar waren sie massgeblich beteiligt an den beiden Playoff-Qualifikationen der Ustermer 2018 und 2019 – in dieser Saison konnten sie den Gang in die Playouts allerdings nicht verhindern.

«Es wäre illusorisch zu behaupten, man könne solche Spieler ersetzen.»
Sportchef Michael Reimann

Während Berweger eine berufliche Neuausrichtung und zunehmende körperliche Probleme als Gründe für den Rücktritt anführt, war für Suter der zeitliche Aufwand in der NLA ausschlaggebend – er möchte seine Freizeit flexibler gestalten.

Kaderzusammenstellung dauert länger

Uster-Sportchef Michael Reimann bedauert die Abgänge selbstredend: «Es sind zwei langjährige Spieler, zwei gute Persönlichkeiten, die wichtige Rollen auf und neben dem Feld gespielt haben.» Dass solche Abgänge mit neuen Spielern valabel kompensiert werden können, glaubt er nicht. «Es wäre illusorisch zu behaupten, man könne solche Spieler ersetzen».

Zumal die Ustermer nicht der einzige NLA-Klub sind, der Abgänge von Routiniers verkraften muss. Die Pandemie und die damit verbundenen Unterbrüche führten offenbar beim einen oder andern Amateursportler zum Umdenken. Umso schwieriger ist es für Reimann, ein Team zusammenzustellen. «Es wird etwas länger dauern, als auch schon», sagt der Sportchef. (fbo)

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