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Ustermer an Judo-EM

Fabienne Kocher bleibt ohne Medaille

Fabienne Kocher vom JC Uster schafft es an der Europameisterschaften in Lissabon auf Platz 7.

David
Schweizer
Freitag, 16. April 2021, 17:48 Uhr Ustermer an Judo-EM
Fabienne Kocher, Budapest 2020
Fabienne Kocher musste sich Amandine Buchard geschlagen geben.
Foto: PD

Es sollte nicht sein. Für Fabienne Kocher reichte es an der EM in der Klasse bis 52 kg nicht zur erhofften Medaille. Dabei musste sich die Riedikerin in der Hoffnungsrunde ausgerechnet gegen ihre Landsfrau Evelyne Tschopp geschlagen geben. Sie erzielte damit den siebten Rang.

Doch auch die zweifache EM-Bronzemdedaillen-Gewinnerin und Olympia-Teilnehmerin von Rio de Janeiro scheiterte anschliessend im Kampf um Platz 3 an der Israeli Gefen Primo.

Trotz der Niederlage im Direktduell bleiben Kochers Chancen auf eine Olympia-Teilnahme allerdings intakt. Für eine Qualifikation muss die derzeitige Weltnummer 19 bis Ende Juni in die Top 18 vorstossen – und gleichzeitig an der besser klassierten Tschopp (derzeit auf Platz 13) vorbeiziehen.

Der Grund: In der jeweiligen Gewichtsklasse gibt es pro Nation nur ein Ticket.

In Lissabon gelang Kocher ein vorzüglicher Start in die EM. Zum Start liess sie gegen die Polin Aleksandra Kaleta (42) nichts anbrennen und siegte per Ippon. Anschliessend setzte sie sich gegen die Georgierin Mariam Janashvili (141) durch.

Der Weltnummer 1 unterlegen

In den Viertelfinals traf die 26-Jährige vom Judo-Club Uster dann ausgerechnet auf Amandine Buchard, der Weltnummer 1 – und unterlag.

Die Französin zeigte ein beeindruckendes Turnier und entschied schliesslich auch den Final gegen die italienische Titelverteidigerin Odette Giuffrida (4) für sich.

Am Samstag ist aus Ustermer Sicht mit Nils Stump der zweite Judoka-Trumpf in der Gewichtsklasse bis 71 kg im Einsatz.

Der 24-Jährige fühlt sich nach zwei Trainingslagern gut vorbereitet und sagt. «Nach dem 5. Rang im letzten Jahr bin ich besonders motiviert, eine Medaille zu holen.»

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