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Hinwiler verpassen Top Ten

Räikkönen fehlten nur zwei Sekunden

Zum Auftakt der Formel-1-Saison in Bahrain fuhren die Alfa-Romeo-Piloten knapp an den Punkten vorbei. Das Rennen, das Lewis Hamilton gewann, dürfte den Hinwilern dennoch Mumm geben.

Florian
Bolli
Sonntag, 28. März 2021, 19:18 Uhr Hinwiler verpassen Top Ten
Kimi Räikkönen wurde zum Saisonstart Elfter.
Foto: Sauber Motorsport

Am Ende fehlte nicht viel. Hätte der GP von Bahrain die eine oder andere Runde länger gedauert, dann hätte das Hinwiler Team Alfa Romeo vielleicht doch noch über einen WM-Punkt gejubelt.

Doch Kimi Räikkönen lag nach 56 Runden noch gut zwei Sekunden hinter dem zehntplatzierten Lance Stroll, dessen Reifen völlig am Ende waren und der im Finish die deutlich schlechteren Rundenzeiten fuhr als der Finne. Diesem blieb aber doch nur der 11. Rang, direkt vor Antonio Giovinazzi im zweiten Hinwiler Boliden.

Räikkönen wollte die Reifen nicht schonen

Zwischenzeitlich war Räikkönen auf Punkte-Kurs. Und der 41-Jährige zeigte sich entschlossen, seinen zehnten Rang zu verteidigen. Als sein Renningenieur ihn nach dem zweiten Boxenstopp anwies, reifenschonend zu fahren, zeigte Räikkönen am Funk wenig Verständnis: «Wenn ich pushen muss um die Konkurrenz hinter mir zu halten, werde ich das tun. Und wenn die Reifen das nicht mitmachen, dann ist es eben so.»

Kurz darauf musste er sich wehren gegen Yuki Tsunoda im Alpha Tauri. Der Japaner war erst wenige Monate alt, als Räikkönen 2001 sein Formel-1-Debüt für Sauber gab. Nun liess Tsunoda bei seinem Debüt dem Altmeister keine Chance.

Doch trotz der verpassten Punkte: Das Rennen in Bahrain zeigte, dass die Hinwiler im Vergleich zum Vorjahr einen Sprung nach vorne machten und nicht mehr am Ende des Feldes gegen Williams und Haas um die goldene Ananas fahren müssen, sondern im Mittelfeld um Punkte kämpfen können. 

«Wir haben bewiesen, dass unser Optimismus nach den Tests gerechtfertig war und wir in dieser Saison viel konkurrenzfähiger sein können», hatte Teamchef Frédéric Vasseur bereits nach dem Qualifying gesagt, in dem Giovinazzi als 12. die Top Ten um weniger als eine Zehntelsekunde verpasst hatte. Im Rennen lag der Italiener zu Beginn noch vor Räikkönen (Startplatz 14), wurde aber beim ersten Boxenstopp von seinem Teamkollegen überholt.

Packendes Duell an der Spitze

Enger als in der letzten Saison wurde es auch ganz an der Spitze: Zwar gewann Lewis Hamilton im Mercedes, allerdings musste sich der Weltmeister in einer packenden Schlussphase gegen Max Verstappen wehren.

Der von der Poleposition gestartete holländische Red-Bull-Pilot verlor die Führung strategiebedingt an Hamilton, war aber gegen Ende klar schneller als der Brite und überholte ihn vier Runden vor Schluss tatsächlich. Weil Verstappen bei diesem Manöver aber kurz die Strecke verliess, wurde er von der Rennleitung zurückgepfiffen – und erhielt keine weitere Chance.

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