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Frust für UHC Uster

Vorgezogene Ferien statt Playoffs

Er hatte es in den eigenen Händen - und hat die Chance nicht genutzt. Der UHC Uster verlor zum Abschluss der Challenge Round gegen Waldkirch-St. Gallen 6:8. Die NLA-Saison ist für ihn vorbei.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 07. März 2021, 22:00 Uhr Frust für UHC Uster
Der UHC Uster (Markus Kulmala, rechts) drehte in der Challenge Round auf, verpasste die Playoffs aber trotzdem.
Archivfoto: Christian Merz

So brutal kann der Sport sein: Ein einziger Punkt hätte den vor dieser letzten Partie der Challenge Round auf dem ersten Tabellenplatz liegenden UHC Uster in die NLA-Playoffs gebracht. Die 6:8-Niederlage auswärts gegen Waldkirch-St. Gallen aber bedeutete das Saisonende.

Neben Wasa zogen auch die Tigers Langnau durch ihren 6:3-Erfolg gegen Sarnen in der Tabelle an Uster  vorbei. Da es keine Ab- und Aufsteiger gibt, entfallen die Playouts.

Frühzeitige Ferien also, auf die Uster-Captain Berweger allzu gerne verzichtet hätte. «Wir hatten einen guten Start bis zur 3:1-Führung und waren nach zwei Dritteln auch immer noch im Gameplan.»

Und er bedauerte: «Schade hatten wir am Ende mit einem Feldspieler mehr keine wirkliche Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen. Es ist schwierig zu sagen, woran es heute gelegen hat. Vielleicht war WaSa einfach auch das glücklichere Team an diesem Abend.»

Das unglückliche siebte Tor

Zwar vermochte Berweger nur zwölf Sekunden später den Anschlusstreffer zum 6:7 zu realisieren. Aber jener siebte Treffer der St. Galler in der 53. Minute war dann doch der eine zu viel. Und er kam auf äusserst unglückliche Art und Weise zustande.

WaSa-Topscorer Michael Schiess reagierte am schnellsten, als ein abgelenkter Ball aus grosser Höhe, und ausserhalb des Sichtfelds aller Beteiligten, direkt vor das Ustermer Gehäuse fiel und erzielte sein drittes Goal. 

Der knappe 6:7-Rückstand zwang die Gäste, ab der zweitletzten Minute alles auf eine Karte zu setzen und den Torhüter gegen einen sechsten Feldspieler auszutauschen. Dass dieser Versuch im achten Treffer des Heimteams resultierte, war auf einen groben Ustermer Schnitzer direkt vor dem eigenen, leeren Tor zurückzuführen.

Wie die reifen Früchte

Wer gedacht hatte, dass bei den beiden Teams angesichts der Wichtigkeit dieser Partie zum Auftakt in erster Linie mal defensive Vorsicht, Geduld und Behutsamkeit im Umgang mit dem Ball  angesagt sein würde, sah sich schwer getäuscht. Die Tore fielen im ersten Abschnitt trotz der frühen Jahreszeit wie die reifen Früchte.

Deren acht insgesamt, jeweils vier auf beiden Seiten. Auch nach dem zweiten Drittel und jeweils einem weiteren Treffer war das Resultat (5:5) ausgeglichen, allerdings hatten die Ostschweizer die Gäste nun vermehrt unter Druck gesetzt.

Den so wichtigen Führungstreffer im Schlussabschnitt gelang dann dem Heimteam. Schiess erzielte ihn nach einem sehenswerten Spielzug. Er brachte die Ustermer damit in Rücklage, aus der sie letztlich nicht mehr zurückfanden. (Philipp Wyss)

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