×
Unihockey NLA

Uster cleverer als der Gegner

Mit dem 5:2-Auswärtssieg bei den Tigers Langnau hat sich der UHC Uster eine vielversprechende Ausgangslage geschaffen, um in die NLA-Playoffs einzuziehen.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 21. Februar 2021, 09:41 Uhr Unihockey NLA
Timon Stäubli (rechts) wurde nach der Partie gegen Langnau zum besten Ustermer Spieler gewählt.
Archivfoto: Robert Pfiffner

Es war eine Art Sinnbild der Partie zwischen den Tigers Langnau und dem UHC Uster, dieses zweiminütige Überzahlspiel des Heimteams kurz vor Spielmitte. Fast eine Minute lang versuchten die Emmentaler hinter dem Ustermer Gehäuse erfolglos, in Ballbesitz zu gelangen.

Aber Remo Gallati und Tobias Ledergerber liessen die bisweilen zu dritt anrennenden Gegner mit Finten und Zuspielen eins um andere mal aussteigen. 

«Wir waren heute effizienter als die Langnauer, haben unsere Chancen bessere genutzt.»

Timon Stäubli, UHC Uster

Kurz zusammengefasst: Die Langnauer betrieben in diesem von Beginn an äusserst schnellen, beiderseits offensiv und kämpferisch ausgerichteten Spiel viel läuferischen Aufwand. Sie liessen sich unzählige Abschlussversuche gutschreiben, den Ertrag aber heimste das cleverer agierende Team ein. Der UHC Uster gewann 5:2.

«Wir waren heute effizienter als die Langnauer, haben unsere Chancen bessere genutzt», sagte Timon Stäubli. «Und am Schluss haben wir das Ganze sehr souverän runtergespielt.»

Starke Reaktion, starker Goalie

Es hatte bereits eine gewisse Souveränität, wie die Ustermer auf den Führungstreffer der Tigers im ersten Drittel reagierten. Sie erzielten noch in der selben Spielminute den Ausgleich und erarbeiteten sich bis Ende des mittleren Spielabschnitts eine 4:1-Führung.

Dabei konnten sie insbesondere nach der bereits angeführten zweiminütigen Unterzahl auf den starken Janik Feiner im Tor zählen. 

Gallati netzte knapp neun Minuten vor Spielende ein Zuspiel Stäublis zum 5:1 ein. Danach brachte selbst die Tatsache, dass das Heimteam bereits ab der 53. Minute seinen Torhüter Jürg Siegenthaler gegen einen zusätzlichen Feldspieler austauschte, keine Unruhe in die Gästereihen.

«Ein wichtiger Grund ist sicher die tolle Stimmung im Team. Nach dem letzten Qualispiel gegen GC haben wir uns vorgenommen, wieder mit mehr Freude an die Sache ranzugehen.»

Timon Stäubli, UHC Uster

Wie aber kommt es, dass es beim UHC Uster nach der mageren Qualifikation in der Challenge Round so gut läuft?

Stäubli sagt: «Ein wichtiger Grund ist sicher die tolle Stimmung im Team. Nach dem letzten Qualispiel gegen GC haben wir uns vorgenommen, wieder mit mehr Freude an die Sache ranzugehen, einzelne tolle Aktionen wie einen geblockten Ball zu feiern und auch von der Bank aus die Akteure auf dem Feld lautstark zu motivieren.»

Das Ergebnis lässt sich sehen: Durch den Auswärtssieg im Emmental und der beiden unerwarteten Niederlagen von Chur Unihockey gegen Ad Astra Sarnen und Waldkirch-St. Gallen gegen Thun grüsst Uster nun zwei Runden vor Ende der Challenge Round von der Tabellenspitze – einen Zähler vor den punktgleichen Teams aus Langnau, Chur und St. Gallen. (Philipp Wyss)

Kommentar schreiben

Kommentar senden