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Unihockey NLA

Happy End für den UHC Uster

Der UHC Uster schien zum Auftakt der Challenge Round trotz einer 3:0-Führung das Spiel gegen Thun noch aus der Hand zu geben. Am Ende resultierte ein 7:6 nach Verlängerung.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 14. Februar 2021, 11:24 Uhr Unihockey NLA
Usters Marco Hurni erzielte gegen Thun das siegbringende siebte Tor.
Archivfoto: Christian Merz

Als Filip Karlsson zwei Minuten nach Beginn des Mitteldrittels seinen bereits dritten Treffer in die Maschen hinter Thun-Keeper Sven Körner hämmerte, schien das Ustermer Schiff in dieser Auftaktpartie zur Challenge Round mit der 3:0-Führung im Rücken sicherer See entgegenzufahren.

Grosser Irrtum: Die Berner Oberländer liessen in der Folge noch ein schweres Unwetter im Buchholz auffahren, sodass der UHCU noch mächtig ins Schwimmen geriet, glücklicherweise aber nicht unterging. Die Gastgeber konnten sich in der Verlängerung noch 7:6 durchsetzen.

Innerhalb von nur zehn Minuten nach Karlssons Hattrick bewerkstelligten die Gäste die drei Tore zum Ausgleich, wobei der zweite Berner Oberländer Treffer aus einem Überzahlspiel resultierte, nachdem Markus Kulmala von den Referees zum grossen Unverständnis des Finnen sowie der Ustermer Entourage wegen unkorrekten Abstands bei einem Thuner Freistoss auf die Strafbank geschickt worden war.

Der Ärger darüber war in den Reihen des UHCU wohl noch so gross, dass man sich nur gerade 17 Sekunden später von einem Konter überraschen liess, den der von Keeper Körner (!) lancierte Jonas Ruch mit dem Treffer zum 3:3 abschloss.

Viel Spektakel

Viel Spektakel dann im dritten Spielabschnitt: Erst liessen die Ustermer in einer zweiminütigen Überzahl nicht nur mehrere vielversprechende Möglichkeiten ungenutzt, sondern kassierten kurz vor Ablauf der Thuner Strafe auch noch einen Shorthander.

Auf dieses Ungemach reagierte das Heimteam stark, nämlich mit den beiden Toren von Jean-Luc Klöti und Markus Kulmala zur 5:4-Führung. Und wäre Marco Klauenböschs Abschluss in der 50. Minute im Gehäuse anstatt an dessen Querstange gelandet, hätten sich die Ustermer vielleicht die nervenaufreibende Schlussphase ersparen können.

So aber musste man in dieser nicht nur den erneuten Ausgleich, sondern zweieinhalb Minuten vor der Sirene auch noch den sechsten Thuner Treffer hinnehmen.

Belohntes Risiko

Es folgte der in solchen Fällen übliche Ablauf: Uster-Coach Simon Meier lud in der 59 Minute zum Timeout und liess sein Team anschliessend mit einem sechsten Feldspieler anstelle des Torhüters auflaufen.

Eher unüblich wurde das Risiko belohnt: 15 Sekunden vor der Schlusssirene hämmerte Klauenbösch ein Zuspiel Florian Bolligers tatsächlich zum 6:6-Ausgleich ins Netz.

Nach gut fünf Minuten beendete Marco Hurni Overtime und Partie mit dem Ustermer Siegtreffer zum 7:6 aus zentraler Abschlussposition. Den Assist liess sich Karlsson gutschreiben.

Playoff-Qualifikation bleibt weit weg

Trotz des vielumjubelten Sieges an diesem Abend: Das Projekt Playoff-Qualifikation gestaltet sich mit dem gleichzeitigen Sieg von Chur bei den Tigers Langnau an diesem Abend noch ein kleines Stück schwieriges als zuvor.

Der Rückstand auf die beiden nun punktgleich auf den playoffberechtigten ersten beiden Tabellenplätzen liegenden Bündnern und Emmentalern beträgt bei noch vier ausstehenden Partien fünf Punkte. (Philipp Wyss)

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