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Unihockey NLA

Uster fehlt beim Leader der Mut

Der UHC Uster verliert das erste Derby der Saison gegen GC. In der Challenge Round müssen die Ustermer nun um den Playoffeinzug kämpfen.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 31. Januar 2021, 21:12 Uhr Unihockey NLA
Für Martin Prazan (links) und den UHC Uster gab es bei GC nichts zu holen.
Foto: PD

Bei NLA-Leader GC rennt der UHC Uster früh erfolglos einem Rückstand hinterher und verliert schliesslich 4:7.

«Wir waren zu wenig frech und zu wenig mutig, um hier drei Punkte zu holen», lautete das prägnante Fazit von Coach Simon Meier. Damit schliessen die Ustermer die nur aus der Hinrunde bestehende Qualifikation auf dem 10. Rang ab.

Es dauerte lange bis zur ersten Chance

Während GC nach gut sieben Minuten bereits 2:0 führte, benötigten die Ustermer mehr als neun Minuten, bis Florian Bolliger einen ersten wirklichen Abschluss aufs gegnerische Tor zustande brachte. Immerhin versorgte Bolliger nur 20 Sekunden später den Ball im Netz.

Die Ustermer hatten in den folgenden Minuten Chancen zum Ausgleich, aber Martin Pražan und Marco Klauenbösch scheiterten an GC-Keeper Lemke. Auf der anderen Seite hatte Uster Glück, dass Torhüter Janik Feiner gegen den allein vor ihm aufgetauchten Steiger siegreich blieb.

Feiners Schimpftirade

Im Mitteldrittel reüssierte wiederum GC zuerst. Die grosse Einsamkeit, die Torschütze Joël Rüegger dabei kurz vor Spielhälfte vor dem Ustermer Tor genoss, veranlasste Keeper Feiner zu einer kurzen, aber heftigen Schimpftirade. Viel brachte das nicht: Wenig später musste Feiner nach einem Fehler seiner Vorderleute wiederum gegen Rüegger in höchster Not klären.

Für GC war das eine Art Initialzündung zu einer Druckphase, die zum 4:1 führte. Allerdings hielt Klauenbösch mit dem zweiten Ustermer Treffer eine Minute vor der Pause sein Team im Spiel.

«Es muss uns gelingen, unsere Spielidee erfolgreicher umzusetzen.»
Simon Meier, Trainer UHC Uster

Das Schlussdrittel begann dann mit dem fünften GC-Torerfolg nach nur 35 Sekunden wiederum denkbar ungünstig für die Gäste. Das 6:2 im Powerplay war eine Vorentscheidung, das 7:2 gut vier Minuten vor der Schlusssirene dann die definitive Entscheidung.

Dazwischen liessen Berweger, Claudio Schmid und insbesondere Michel Wüst mit einem Weitschuss an den Pfosten gute Gelegenheiten für Uster aus. Etwas Resultatkosmetik gelang dann erst mit zwei Treffern in den letzten drei Minuten, wobei das dritte Tor Resultat einer äusserst sehenswerten Ballstafette über die Stationen Bolliger, Suter und Berweger war.

Vier Punkte fehlen

Die Ustermer starten nun in zwei Wochen von Tabellenrang 10 aus in die fünf Partien umfassende Challenge Round. Wollen sie die dritte Playoff-Qualifikation der Klubgeschichte realisieren, müssen sie vier Punkte auf den Tabellenachten Chur gutmachen.

«Dazu muss es uns gelingen, unsere Spielidee erfolgreicher umzusetzen», so Simon Meier. «In den letzten Partien waren immer wieder Ansätze erkennbar, aber wir müssen das nun einfach besser aufs Spielfeld bringen.» (ucu/zo)

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