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Unihockey NLA

Uster verteilt zu viele Geschenke

Das Resultat von 4:8 täuscht. Uster zeigte auswärts gegen Wiler-Ersigen lange eine starke Leistung. Ein Doppelschlag im Schlussdrittel aber war der Anfang vom Ende.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 24. Januar 2021, 17:40 Uhr Unihockey NLA
Am Schluss blieb den Ustermern Filip Karlsson (links) und Martin Prazan nur der Frust.
Archivfoto: Christian Merz

Der UHC Uster unterlag in der zweitletzten Runde der NLA-Qualifikation dem SV Wiler-Ersigen 4:8. Die Niederlage fiel allerdings zu hoch aus, denn die Ustermer zeigten in Zuchwil eine engagierte und kämpferische Leistung.

Sie brachten sich jedoch durch individuelle Fehler jeweils zur Unzeit selber in die Bredouille.

Eigentlich hätte man damit rechnen müssen, dass das Emmentaler Team forsch in die Partie steigen wird, hatte dieses doch die letzten beiden Spiele verloren. Solches war dem zwölffachen Meister letztmals in der Saison 2018/19 widerfahren.

Es waren allerdings die Gäste, die nach knapp fünf Minuten dank Toren von Martin Prazan und Claudio Schmid 2:0 in Front lagen.  

Suter stellt die Führung wieder her

Überhaupt waren es die jeweils schnell vorgetragenen Gegenstösse, mit denen die Ustermer ihren Gegner vor Probleme stellten, während in der Defensive die Schüsse Richtung eigenes Gehäuse konsequent geblockt wurden.

In Unterzahl aber kassierte Uster das erste Gegentor. Beim 2:2 gegen Spielmitte erhielt das Heimteam dann Unterstützung durch die Gäste. Und zwar in Form eines völlig missglückten Versuchs eines Alleingangs vor dem eigenen Tor.

Der Ärger darüber dauerte nur knapp drei Minuten, dann traf Simon Suter zum 3:2. Kurz vor der zweiten Pause schaffte Wiler-Ersigen aber den erneuten Ausgleich.

Der Druck wird zu gross 

Auch der erstmalige Emmentaler Führungstreffer im Schlussdrittel war einem verspäteten Weihnachtsgeschenk des UHC Uster in Form eines kapitalen Fehlpasses des letzten Mannes geschuldet.

Nutzniesser Joonas Pysly doppelte zwei Minuten darauf nach – Wiler-Ersigen führte plötzlich mit zwei Toren. 

In der Folge gerieten die Ustermer stark unter Druck und  liefen den schnellen gegnerischen Ballstafetten meist nur hinterher.

Dennoch traf Suter in der 55. Minute zum 4:5. Mit zwei Toren innerhalb von 35 Sekunden führte der Gastgeber danach aber die Entscheidung herbei und garnierte das Ganze noch mit einem Empty-Netter. (Philipp Wyss)

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