×
Unihockey NLA

Mit einer guten Defensive als Basis

Knapp 24 Stunden nach dem Erfolg in Sarnen erarbeitet sich der UHC Uster auch im Heim mit dem 6:2 über Thun die drei so dringend benötigten Punkte.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 17. Januar 2021, 21:16 Uhr Unihockey NLA
Usters Uster Claudio Schmid geht gegen Thun energisch in den Abschluss.
Foto: Christian Merz

Die definitive Erlösung kam erst in der 56. Spielminute, als Markus Kulmala den Ball zum fünften Ustermer Treffer ins Thuner Tor hämmerte. Bis dahin hatten es die Berner Oberländer geschafft, resultatmässig den Anschluss zu halten.

In der Defensive wurden die gegnerischen Abschlussversuche regelmässig geblockt, in der Offensive der Spielaufbau des Gegners meist frühzeitig unterbunden.

Einen Riesenaufwand betrieben

«Wir haben einen Riesenaufwand betrieben, uns dafür aber schlecht belohnt. Wir hätten heute viel früher mehr Tore erzielen müssen. Spielerisch hatten wir die Partie im Griff», resümierte Captain Raphael Berweger hernach.

Dass im ersten Drittel wenigstens ein Treffer aus der spielerische Überlegenheit resultierte, verdankte der UHC Uster ihrem Defensiv-Youngster Jean-Luc Klöti, der in der 7. Minute sein NLA-Tordebüt feierte.

Die Gäste agierten vor UHCU-Keeper Janik Feiner meist harmlos; auch zwei Zweiminutenstrafen gegen Uster vermochten sie nicht in Zählbares umzumünzen. Einzige gefährliche Waffe waren ihre schnellen Kontervorstösse. Ein solcher brachte gut fünf Minuten vor der ersten Drittelspause den Ausgleich aus dem Nichts, wie man so schön zu sagen pflegt.

Dreieinhalb Minuten waren im zweiten Drittel gespielt, als Klöti sein Torkonto gleich mal verdoppelte. In diesem Fall profitierte er von einem Abpraller seitens des Thuner Goalies Sven Körner nach einem Schuss von Ondřej Svatoš.

Als dann zur Spielmitte Tobias Ledergerber nach einem cleveren Zuspiel Timon Stäublis auf 3:1 erhöhte, war die Chance da, die Partie in etwas ruhigere Wasser zu führen.

Jedoch nutzten die Berner Oberländer nur 29 Sekunden später wiederum einen schnellen Konter zum Anschlusstreffer. Dass den Gästen dann nicht erneut gar der der Ausgleich gelang, verdankten die Ustermer Keeper Feiner, der in Minute 35 gegen Yannick Zimmermann im wahrsten Sinn des Wortes die Oberhand behielt.

Auf zwei Linien reduziert

Uster-Coach Simon Meier reagierte auf den knappen Spielstand, indem er die Kräfte im Schlussabschnitt auf zwei Linien konzentrierte. Nachdem früh in diesem Drittel Thun-Topscorer David Šimek an seiner Visiereinstellung sowie an Feiner gescheitert war, traf Stäubli in der 47. Minute zum wichtigen 4:2, wobei er von einem Fehlgriff Körners profitierte. Assistgeber war übrigens Klöti.

«Wir haben endlich die Zahl der Gegentore im Rahmen halten können.»

Raphael Berweger, Captain UHC Uster

«Die Klöti-Linie hat heute einen ganz starken Auftritt gezeigt. Sie hatten die Sache gegen die beste Thuner Linie jederzeit im Griff und auch noch für vier Treffer gesorgt», lobte Captain Berweger.Die Thuner reagierten mit meist relativ weit am Ustermer Gehäuse vorbeifliegenden Weitschüssen und nach dem Treffer Kulmalas zum 5:2 mit einem Timeout sowie in der Folge einem sechsten Feldspieler anstelle des Torhüters. Konsequenz war ein weiterer Kulmala-Treffer zwölf Sekunden vor Spielende, diesmal ins leere Tor.

 

«Die beiden Siege an diesem Wochenende waren natürlich sehr wichtig für die Moral, nachdem uns der Restart in die Saison nicht so geglückt ist, wie wir uns das vorgestellt hatten, und wir in den beiden ersten Partien den Tritt überhaupt nicht gefunden hatten», rekapitulierte Berweger die vergangenen 48 Stunden. «Wir haben endlich die Zahl der Gegentore im Rahmen halten können. Den Erfolg erreicht man nur über eine gute Defensive.» (uhcu)

Kommentar schreiben

Kommentar senden