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Pfäffiker Freestyle-Snowboarder

Jetzt fliegt er nur noch für die Kamera

Gian Sutter hat sich zwischen dem Leistungssport und seiner zweiten grossen Leidenschaft entscheiden müssen.

Redaktion
Züriost
Dienstag, 12. Januar 2021, 10:25 Uhr Pfäffiker Freestyle-Snowboarder
Gian Sutter
Gian Sutter zeigt weiterhin spektakuläre Tricks - aber nicht mehr an Wettbewerben.
Foto: PD

Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her seit Gian Sutters letztem Wettkampf. Der Pfäffiker Freestyle-Snowboarder blieb beim Weltcup in Laax in der Slopestyle-Qualifikation hängen. Auf Rang 41 landete er letztlich.

Jetzt stellt sich heraus: Der Auftritt auf dem Crap Sogn Gion war zugleich Sutters Abschiedsvorstellung im Wettkampfzirkus. Der Slopestyle-Spezialist hat sich aus der Tour verabschiedet.

Der Oberländer sagt: «Ich habe mich, in Absprache mit dem Verband entschieden, keine Contests mehr zu fahren und voll auf das Filmen zu setzen.» 

Im vergangenen Jahr war der 21-Jährige zweigleisig unterwegs gewesen. Er versuchte, Leistungssport sowie das Filmen und Fotografieren unter einen Hut zu bringen.

Zwischen Wettkämpfen und der Arbeit für Filmaufnahmen sah Sutter durchaus Gemeinsamkeiten. Immer wieder sei Überwindung gefragt, sagte er. Und die Tricks müssten jeweils möglichst spektakulär aussehen und sauber ausgeführt sein.

Swiss-Ski bevorzugt hingegen eine strikte Trennung der zwei Bereiche. Der Oberländer hat nie verhehlt, dass er sich schwer tut, diese Haltung zu verstehen.

«Ich sehe bei anderen Fahrern, dass beides möglich wäre.»

Europacup-Gesamtsieg als Höhepunkt

Er müsse spüren, in welche Richtung er sich weiterentwickeln wolle, hatte Sutter im Frühling gesagt.

Und war sich dabei schon bewusst gewesen: «Mein Herz, meine Leidenschaft geht mehr Richtung Filmen.»

Höher, weiter, wilder: Gian Sutter und andere Rider in Aktion. (Quelle: youtube)

Keinen Einfluss auf seine Entscheidung hatte, dass der Slopestyle-Spezialist auf diesen Winter hin vom Verband ins Challenger-Kader zurückgestuft worden war. Das ist die dritthöchste Kategorie. 

2018 hatte der Pfäffiker mit dem Europacup-Gesamtsieg im Slopestyle seinen grössten Erfolg gefeiert. Im Jahr darauf gelang ihm sein Bestrestresultat im Weltcup. Er wurde im Slopestyle auf der Seiser Alm (ITA) Zehnter. (ome)

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