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Unihockey NLA

Uster verpatzt den Neustart

Das Startdrittel mit sechs Gegentreffern ist der Hauptgrund: Uster verliert daheim gegen Waldkirch-St. Gallen 6:11.

Redaktion
Züriost
Freitag, 08. Januar 2021, 21:27 Uhr Unihockey NLA
Der Ustermer Martin Prazan (rechts) zieht ab. Gegen Waldkirch-St. Gallen gab es allerdings nichts zu holen.
Archivfoto: David Kündig

So hatte sich der UHC Uster das nicht vorgestellt. Drei Monate lang war die NLA-Saison unterbrochen gewesen. Die Freude über den lang ersehnten Neustart der Saison verwandelte sich bei den Ustermern aber am Freitagabend im Buchholz rasch in Frust.

Nach dem ersten Drittel lag das Heimteam nach einem fehlerhaften Auftritt gegen Waldkirch-St. Gallen bereits 2:6 im Hintertreffen. Die Mannschaft von Trainer Simon Meier reagierte im Mitteldrittel zwar eindrücklich und kam bis auf 6:8 heran. Am Schluss aber resultierte dennoch eine 6:11-Niederlage.

0:5 stand es aus Sicht der Ustermer nach nicht einmal zwölf Minuten. Drei der fünf Tore erzielten die Gäste dabei innerhalb von lediglich 31 Sekunden. Zwar vermochte sich der Gastgeber durch die beiden Treffer von Klauenbösch und Schmid wieder etwas heranzuspielen. Doch das letzte Wort in diesem Startdrittel gehörte dann wieder den Ostschweizern – 2:6. 

Ersatz sofort im Mittelpunkt

Das halbe Dutzend an Gegentoren innerhalb der ersten 20 Minuten veranlasste Meier, den am desaströsen Auftakt allerdings schuldlosen Stammtorhüter Janik Feiner durch den wenige Tage zuvor temporär engagierten Thurgau-Goalie Yannick Altwegg zu ersetzen.

Dieser erhielt bei seinem NLA-Debüt gleich Gelegenheit, seine mentale Stärke unter Beweis zu stellen, denn es dauerte nur gerade 30 Sekunden, bis er seinen ersten Gegentreffer kassierte.

Allerdings spielten die Ustermer da wegen einer kurz vor der Pause ausgesprochenen Zweiminutenstrafe gegen Zimmermann in Unterzahl. Altwegg zeigte im weiteren Verlauf der Partie eine gute Leistung, inklusive zwei Riesenparaden gegen die St. Galler Wellauer (33.) und Zahner (47.), konnte kurz vor Spielhälfte den achten Gegentreffer aber auch nicht verhindern.

Pause als Rhythmusbrecher

Beeindruckend war dann aber die Reaktion des Heimteams: Innerhalb von fünf Minuten trafen die Ustermer viermal, wobei die Treffer von Suter und Stäubli zum 5:8 respektive 6:8 aus sehenswerten Zuspielen der Passgeber Klauenbösch beziehungsweise Bolliger resultierten. Gebremst wurde der UHC Uster in seinem Lauf dann durch eine weitere Zweiminutenstrafe – sowie die zweite Drittelpause. 

Im Schlussabschnitt vermochte Uster nämlich nicht mehr an jener Druckphase aus dem Mitteldrittel anzuknüpfen. Und nach dem neunten Ostschweizer Treffer in der 55. Minute war die Luft dann definitiv draussen. (Philipp Wyss)
 

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