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Jahresrückblick 2020

Diese Ereignisse bewegten im Regionalsport

Das Sportjahr 2020 war geprägt von Saisonabbrüchen und verschobenen oder abgesagten Anlässen. Dennoch durchlebten die Protagonisten des Oberländer Sports nicht nur frustrierende Momente. Eine Auswahl der interessantesten Geschichten.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 27. Dezember 2020, 12:12 Uhr Jahresrückblick 2020

Fuchs an der Spitze

Das Jahr beginnt für Martin Fuchs perfekt. Der Bietenholzer Springreiter wird am 1. Januar in der Weltrangliste erstmals die Nummer 1. Nach rund einem Monat löst ihn Steve Guerdat an der Spitze wieder ab. (Foto: Christian Merz)

Kai Mahler hört mitten in der Saison auf

Ski Freestyle

Mitten in der Saison gibt der Fischenthaler Freeskier Kai Mahler am 20. Januar seinen Rücktritt bekannt. Der Olympiateilnehmer von 2014 sagt, er fühle nicht mehr dieselbe Freude wie zu Beginn der Karriere. Zwei Weltcupsiege feierte Mahler. (Foto: PD)

Kevin Kuhn beendet die lange Schweizer Durststrecke

Der Druck ist gross, als Kevin Kuhn am 1. Februar an der Radquer-WM auf dem Dübendorfer Flugplatz vor tausenden vor Zuschauern zum U23-Rennen startet. Der Gibswiler ist an der Heim-WM der Hoffnungsträger schlechthin von Swiss Cycling. Beeindrucken lässt sich der U23-Gesamtweltcupsieger davon nicht. Kuhn zeigt auf dem klebrigen Terrain eine starke Leistung. Er muss sich einzig Ryan Kamp geschlagen geben und fährt auf Platz 2.

Hinterher hält er zufrieden fest: «Ich bin megahappy mit der Silbermedaille. Dafür habe ich die letzten anderthalb Jahre hart gearbeitet.» Kuhns Medaille ist zugleich die erste für Swiss Cycling an einer Radquer-WM nach einer 15 Jahre langen Durststrecke. (Foto: Christian Merz)

Siri Wigger hamstert Medaillen

SWITZERLAND YOUTH OLYMPIC GAMES
Gold medalist Siri Wigger from Switzerland poses after the medal ceremony of the women's Cross-Country Cross Free of the Lausanne 2020 Winter Youth Olympic Games, in Lausanne, Switzerland, Saturday, January 18, 2020. The 3rd Winter Youth Olympic Games tak
Foto: Keystone

An der Junioren-WM in Oberwiesenthal räumt Siri Wigger ab. Die Gibswiler Langläuferin holt Anfang März im Sprint- und Skating-Rennen Bronze. Mit der Schweizer Staffel – in dieser läuft auch die Hinwilerin Anja Weber – gewint die 17-Jährige Gold.

Zwei Monate vorher hatte Wigger an den Olympischen Jugendspielen in Lausanne (Bild) zweimal Gold und einmal Silber gewonnen.

Finalisten jäh gestoppt

Wetzikon Joel Brotzge auf dem Weg in die Garderobe.

Der Abbruch der Saison in den Amateurligen ist bitter: Als die Meisterschaft am 12. März wegen der Pandemie gestoppt wird, fehlt Erstligist Wetzikon (Bild) nur ein Sieg zum Ostschweizer Titel. Und in der 2. Liga liegt Dürnten im Finalduell gegen Illnau-Effretikon vorne. (Foto: Christian Merz)

Ein unverhoffter Aufstieg

Unihockey NLB, Floorball Riders

Der Meisterschaftsabbruch Mitte März scheint die NLA-Träume der Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti platzen zu lassen. Einige Wochen danach, am 5. Mai, steigen die Oberländer Unihockey-Frauen  doch noch auf – durch den Rückzug von Mendrisiotto. (Foto: PD)

Der Leichtathletik-Restart beginnt in der Region

Die nationale Leichtathletik kommt nach dem Lockdown auch dank Anlässen in der Region wieder in Schwung. Erst finden viele Läufer auf der Wetziker Meierwiesen wieder zum Wettkampfgefühl zurück (im Bild Fabienne Schlumpf). Und die ersten nationalen Meisterschaften nach dem Ende des Lockdown finden am 26. Juni in Uster statt: Tadesse Abraham vom LC Uster und die Wetzikerin Fabienne Schlumpf gewinnen auf dem Buchholz über 10 000 m jeweils Gold. (Foto: Christian Merz)

Krummenacher trennt sich von seinem Team

Am 10. Juli, nach nur einem Rennen und kurz vor Wiederbeginn der Saison, kündigt Randy Krummenacher den Vertrag bei seinem neuen Rennstall MV Augusta. Der Supersport-Weltmeister aus dem Grüt begründet den überraschenden Schritt mit schweren Verfehlungen des Teams.

Der Rennstall wird später bestraft, und für Krummenacher zeichnet sich gegen Ende Jahr ab, wie es in seiner Karriere weitergeht. (Foto: PD)

Der Sechs-Tage-Greifenseelauf

Der 41. Greifenseelauf ist ein besonderer, «The Special One» nennen die Veranstalter ihn. Er findet nicht wie üblich an einem einzigen Samstag mit einer fünfstelligen Teilnehmerzahl statt. Vom 14. bis am 19. September starten in Intervallen über 4200 Läuferinnen und Läufer auf zwei Strecken. Gründer Markus Ryffel steht dabei von Montag früh bis Samstag spät fast pausenlos an der Ziellinie. (Foto: Christian Merz)

Kreienbühl hört auf

Mit der Halbmarathon-SM beendet Christian Kreienbühl am 18. Oktober seine Karriere. Der Rütner Langstreckenläufer bestritt die Olympischen Spiele 2016, eine WM und gewann bei seinen drei EM-Starts zweimal eine Team-Medaille. (Archivfoto: Robert Pfiffner)

Eine strenge Saison mit karger Ausbeute

 

«Wir sind alles Rennverrückte, deren Job es ist, so schnell es geht im Kreis herumzufahren», sagte Sauber-Teammanager Beat Zehnder, bevor von Juli bis Mitte Dezember 17 Rennen in etwas mehr als fünf Monaten auf dem Programm standen.

Das Hinwiler Formel-1-Team Alfa Romeo hatte nach der Zwangspause in der Formel 1 eine intensive Saison. Mit ernüchterndem Resultat für den von der Sauber Motorsport AG betriebenen Rennstall: Kimi Räikkönen (Bild) und Antonio Giovinazzi fuhren nur gerade acht WM-Punkte ein. Teamchef Frédéric Vasseur fand im Interview dennoch nicht nur kritische Worte. (Foto: Sauber Motorsport)

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