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Dübendorfer Squashprofi

Steinmann schockt den Rekordmeister

Dimitri Steinmann hat das Challenger-Turnier in Langnau am Albis gewonnen. Im Final gelang ihm etwas, das kein anderer Schweizer im vergangenen Jahrzehnt schaffte.

Redaktion
Züriost
Montag, 07. Dezember 2020, 11:40 Uhr Dübendorfer Squashprofi
Dimitri Steinmann sorgte am Sihltal Open für Aufsehen.
Archivfoto: David Kündig

Manchmal erzählt ein einziges Bild die gesamte Geschichte. So wie bei Dimitri Steinmann und jener Momentaufnahme aus dem Final der Sihltal Classic, die er auf Instagram veröffentlichte.

Im Vordergrund: Der Dübendorfer. Die Faust geballt, den Mund zu einem Schrei weit geöffnet. Voller Spannung, alles an ihm strahlt Entschlossenheit aus.

Direkt neben ihm und doch in einer anderen Welt ist Steinmanns Gegner Nicolas Müller. Leicht nach vorne gebeugt und schlaff steht er da, als ob alle Luft aus ihm gewichen sei. Der Frust ist dem Favoriten ins Gesicht geschrieben.

Die Gefühlslagen sind auch nach dem letzten Ballwechsel gleich verteilt: Hier der enttäuschte Müller, da der jubelnde Steinmann. Der Glattaler hat auch allen Grund, sich zu freuen.

Er entscheidet nicht nur das mit 12 000 Dollar dotierte Challenger-Turnier in Langnau am Albis für sich. Steinmann sorgt mit seinem Triumph auch für Aussergewöhnliches. Erstmals seit über einem Jahrzehnt fügt ein Landsmann dem Schweizer Rekordmeister Nicolas Müller  (Weltnummer 30) eine Niederlage zu.

Von einer «faustdicken Sensation» schreibt die Webseite squash.ch darum, die Professional Squash Association findet, Steinmann habe bei den Sihltal Classic für einen «Schock» gesorgt.   

In Langnau schlägt die Stunde

Unzählige Mal hat der an 59. Stelle der Weltrangliste geführte Glattaler sich die Zähne an Nicolas Müller ausgebissen. Letztmals vor zwei Wochen am Challenger-Turnier in Vaduz im Endspiel.

In Langnau aber schlägt seine Stunde. Bis in den Final bleibt Steinmann ohne Satzverlust. Nach 64 Minuten und vier Durchgängen (9:11, 11:2, 11:9, 11:7) hat er sich auch gegen den Turnierfavoriten durchgesetzt.

«Ich fühlte mich gut und spielte auf hohem Level.»

Dimitri Steinmann

«Ein grosser Sieg für mich», sei das für ihn, schreibt der 23-Jährige auf Instagram. «Ich fühlte mich gut und spielte auf hohem Level.»

Erfolgreich verläuft das Challenger-Turnier, an dem coronabedingt nur Schweizer teilnehmen können, auch für Robin Gadola. Der Ustermer wird erst im Halbfinal von Müller gestoppt.

Bei den Frauen schafft die an Nummer 1 gesetzte Pfäffikerin Cindy Merlo den Sprung ins Endspiel. In diesem aber muss sich die 22-jährige Oberländerin Ambre Allinckx geschlagen geben.

Sie unterliegt nach 40 Minuten in vier Sätzen, nachdem sie dank einem 11:7 noch vorgelegt hatte. Für Allinckx ist es der zweite Triumph innerhalb von zwei Wochen. Die Krienserin hatte schon die Liechtenstein Open in Vaduz gewonnen. (ome)

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