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Saison wird unterbrochen

Vorerst keine Unihockey-Spiele mehr

Der Schweizer Unihockey-Verband hat alle Meisterschaften per sofort gestoppt. In der höchsten Liga sind von diesem Schritt der UHC Uster, die Floorball Riders sowie die Laupner Frauen betroffen.

Redaktion
Züriost
Freitag, 23. Oktober 2020, 15:09 Uhr Saison wird unterbrochen
Der UHC Uster (Simon Suter) ist vorerst nicht mehr im Einsatz. Wann es wieder weitergeht, ist offen.
Archivfoto: Christian Merz

Eigentlich hätte der UHC Uster am Freitag nach Köniz reisen müssen. Weil ein Berner Spieler positiv auf das Coronavirus getestet wurde, musste die NLA-Partie aber verschoben werden. Der Ersatztermin ist offen, spielt momentan aber sowieso keine Rolle mehr. 

Am Freitagnachmittag entschied der Schweizer Unihockeyverband, aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation per sofort den Spielbetrieb in allen Ligen bis voraussichtlich Ende November einzustellen.

Der Stopp trifft in der höchsten Liga neben dem UHC Uster auch zwei NLA-Frauenteams: Den UHC Laupen sowie Aufsteiger Floorball Riders.

Im Sinne der Zukunftsplanung

Fast 1'000 Unihockey-Spiele wären am Wochenende über die Bühne gegangen. Rund 100 mussten am Freitagmittag aber bereits abgesagt oder verschoben werden, da sich Teams in Quarantäne befinden oder Mannschaften Forfait gegeben haben.

Nach Abklärungen mit Akteuren aus dem Sport und der Sportpolitik kam die Taskforce des Schweizer Verbands deshalb zum Entscheid, den Spielbetrieb zu unterbrechen.

«Mit diesem Entscheid wollen wir ein Zeichen setzen.»

Daniel Bareiss, Zentralpräsident Swiss Unihockey

«Der Verband will seine Verantwortung als grösster Hallensportverband der Schweiz gegenüber der Gesellschaft sowie allen Unihockeyspielerinnen und -spielern wahrnehmen und einen Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus leisten», begründet Daniel Bareiss, Zentralpräsident des Verbands, den Schritt.

«Auch wenn uns dieser Unterbruch sehr schwer fällt, sind wir überzeugt, dass dies vor allem auch im Interesse einer weitsichtigen und vernünftigen Zukunftsplanung für unsere Sportart ist. Mit diesem Entscheid wollen wir ein Zeichen setzen», sagt Bareiss. 

Spiele nein, Training allenfalls ja

Was der Unterbruch für den weiteren Verlauf der Saison bedeutet, wird in den nächsten Tagen geprüft. Einfluss darauf werden auch die weiteren Massnahmen der Kantone und des Bundes haben.

Der Verband hat zugleich mitgeteilt, dass es in der Verantwortung der Vereine liegt, ob sie trotz ruhendem Meisterschaftsbetrieb weiterhin trainieren. (sda/zo)
 

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