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Wetzikerin brilliert an der Halbmarathon-WM

Schlumpf pulverisiert den Schweizer Rekord

Fabienne Schlumpf hat an der Halbmarathon-WM in Polen ihre starke Form unter Beweis gestellt. Die 29-Jährige unterbot den Schweizer Rekord um fast eine Minute und lief auf Rang 13.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 18. Oktober 2020, 11:49 Uhr Wetzikerin brilliert an der Halbmarathon-WM
Sorgte in Polen für das Schweizer Glanzlicht: Die Oberländerin Fabienne Schlumpf.
Archivfoto: Christian Merz

Fabienne Schlumpf trumpfte an den Halbmarathon-Weltmeisterschaften im polnischen Gdynia mit einem Schweizer Rekord in 1:08:38 Stunden gross auf. Die 29-jährige Wetzikerin belegte Platz 13.

Schlumpf senkte ihre bisherige Bestmarke um rund 2 Minuten und unterbot um 51 Sekunden auch den Schweizer Rekord von Martina Strähl. Im August 2018 hat Schlumpf in Berlin mit dem Gewinn von EM-Silber über 3000 m Steeple ihren grössten Erfolg auf der Bahn gefeiert.

«Ich freue mich riesig über diese Leistung. Nach dem schwierigen letzten Jahr tut es mir gut, dass es nun wieder so toll läuft.»

Fabienne Schlumpf

Auf dieser Strecke wollte sie ursprünglich auch an den Olympischen Spielen in Tokio antreten, die Verschiebung ins Jahr 2021 führte jedoch zur einer Planänderung. 

Schlumpf wechselt nun früher als geplant zum Marathon und versucht auf der Strecke über 42,195 km das Olympia-Ticket zu lösen. Das spezifische Training zahlte sich in Gdynia bereits aus.

Auf die Einsamkeit eingestellt

Die Oberländerin verlor gleich zu Beginn den Kontakt zur Spitzengruppe, denn diese schlug ein Weltrekord-Tempo an. Schlumpf als eine der ersten Verfolgerinnen lief deshalb den grössten Teil des Rennens solo und profitierte nicht vom Windschatten.

«Ich freue mich riesig über diese Leistung. Nach dem schwierigen letzten Jahr tut es mir gut, dass es nun wieder so toll läuft und mir das Rennen Freude bereitet. Das ist für mich das Wichtigste», sagte sie.

«Es war ein einsames Rennen, aber ich habe mich darauf eingestellt. Ich habe mir diese Zeit an einem sehr guten Tag zugetraut», fügte sie an.

Als Siegerin lief, nach 2016 zum zweiten Mal, die Kenianerin Peres Jepchirchir ein. In 1:05:16 Stunden stellte sie den Weltrekord für ein reines Frauenrennen auf. In gemischten Feldern liegt die Bestmarke bei 1:04:31.

Abraham kann das Tempo nicht halten

Julien Wanders musste in Gdynia mit Platz 21 vorliebnehmen. Der 24-jährige Genfer kam nach 1:00:46 Stunden ins Ziel.

Er verpasste den von ihm gehaltenen Europarekord um anderthalb Minuten. Vor zweieinhalb Jahren in Valencia war Wanders WM-Achter geworden.

Auf den ersten Kilometern waren Wanders und auch Tadesse Abraham in den ersten Positionen vertreten und führten das Feld zeitweise gar an.

Bereits vor Rennhälfte konnte der Schweizer Marathon-Rekordhalter Abraham das Tempo jedoch nicht mehr mitgehen und verlor danach viele Plätze. Am Ende musste sich der Athlet des LC Uster mit Rang 51 und einer Zeit von 1:02:46 Stunden begnügen. Enttsprechend enttäuscht war Abraham im Ziel. (sda/zo)

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