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EKZ-Cup in Wetzikon

Junioren zeigen der Elite den Meister

Dario Lillo gewinnt in Wetzikon das zweite und letzte Rennen der EKZ-Cup-Saison. Konny Looser wird als bester Elite-Fahrer nur Vierter.

Redaktion
Züriost
Montag, 05. Oktober 2020, 17:31 Uhr EKZ-Cup in Wetzikon
Dario Lillo bejubelt seinen Sieg in Wetzikon.
Foto: Martin Platter

U19-Schweizermeister Dario Lillo feierte in Wetzikon ein erfolgreiches Comeback. Im Training hatte er sich bei einem Sturz das Schlüsselbein gebrochen und war vor sechs Wochen operiert worden. Nun kehrte er am zweiten und letzten Rennen der kurzen EKZ-Cup-Saison mit einem Sieg zurück.

Wie schon in der Vorwoche in Uster entbrannte erneut eine hitzige Verfolgungsjagd zwischen den schnellsten Junioren und den stärksten Elite/U23-Fahrern. Letztere wurden mit zwei Minuten Zeithandicap auf die regendurchnässte Rundstrecke geschickt, die kaum topographische Hindernisse besass. Entsprechend schnell wurde gefahren.

Das Lob von Konny Looser

Doch die Elite schaffte es nicht, ihr Handicap wettzumachen. Lillo ging zusammen mit den beiden U19-Fahrern Finn Treudler und Lars Sommer in den Schlussspurt und entschied diesen souverän für sich. «Ich habe mit dieser Rennkonstellation gerechnet und wusste um meine Chance, wenn es zum Sprint kommt», sagte Lillo, für den als Nächstes die WM in Österreich folgt.

Der Hinwiler Konny Looser, der stärkste Elitefahrer, kam bis auf 42 Sekunden ans U19-Spitzentrio heran und meisterte mit einem trockenen Antritt das Spitzenquartett der Elite/U23-Fahrer – Overall wurde er damit nur Vierter.

Looser fand anerkennende Worte für die Leistung der Junioren: «Es ist unglaublich, wie hoch das Niveau bei den Junioren ist.» Allerdings werde da auch bereits trainiert wie bei den Profis. «Ich habe einige Junioren im Höhentrainingslager angetroffen. Die trainieren kaum weniger als ich», ergänzte der Hinwiler.

Liehners Formtest gelingt

Bei den Frauen setzte sich mit Annika Liehner ebenfalls eine Juniorin und die Wetziker Lokalmatadorin durch. Ihr Vorsprung auf Vera Looser betrug 3:20 Minuten – und die Frau von Konny Looser ärgerte sich hinterher über die falsche Reifenwahl: «Im Wald hatte es ein kurzes Stück, das superrutschig war. Das reichte, um den Anschluss an die Spitze zu verlieren.»

Siegerin Annika Liehner, die SM-Bronzemedaillengewinnerin bei den Juniorinnen, freute sich wiederum über den letzten gelungenen Formtest im Hinblick auf die bevorstehenden Weltmeisterschaften in Leogang.

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