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Unihockey NLA

Uster vom Gegner eingeschläfert

Der UHC Uster erleidet im ersten Heimspiel der NLA-Saison gegen Köniz eine herbe 1:7-NIederlage.

Redaktion
Züriost
Samstag, 19. September 2020, 23:18 Uhr Unihockey NLA
Auch dem Ustermer Torschützen Timon Stäubli blieb am Ende nur die Enttäuschung.
Archivfoto: Christian Merz

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, das Runde trotz guter Abschlussposition nicht im Eckigen unterzubringen. Die Kelle schlägt über den Ball, der Schuss wird im letzten Moment noch geblockt oder zischt knapp neben dem Tor vorbei respektive über das Gehäuse hinweg, der Torhüter zeigt eine Riesenparade oder es ertönt das in der Offensive nie gern gehörte Geräusch, wenn der Ball an das Gestänge prallt.

Letzteres passierte im ersten Drittel Martin Pražan; von den restlichen Angeboten in aufgeführter Auswahlpalette bediente sich der UHC Uster jeweils mehrfach. Ein Torerfolg blieb dem im ersten Spielabschnitt aktiveren und spielfreudigeren Heimteam deshalb verwehrt, auch während einer zweiminütigen Überzahl.

 Ein effizientes Köniz

Die Gäste aus Köniz hingegen nutzten eine ihrer weit weniger zahlreichen (Konter-)Chancen zur 1:0-Pausenführung. «Das war schon ärgerlich, denn Köniz war im ersten Drittel das ängstlichere Team», konstatierte Florian Bolliger nach der Partie.

Der Einstieg in den mittleren Spielabschnitt verlief für den UHCU denkbar ungünstig. Nur eine Zeigerumdrehung nach dem frühen zweiten Berner Treffer (23.) nutzten die Könizer eine Bankstrafe gegen Remo Gallati wegen Stockschlags zum 3:0, wobei sie dafür nur gerade zwei Sekunden (!) der zweiminütigen Überzahl benötigten.

Zur zweiten Pause lagen die Ustermer bereits 0:4 im Rückstand und nach dem Könizer Doppelschlag innert sechs Sekunden in der sechsten Minute des letzten Spielabschnitts war die Partie definitiv gelaufen − nicht zuletzt auch wegen des glänzend aufgestellten Köniz-Keepers Patrick Eder.

Wenigstens noch ein Ehrentreffer

Den möglichen Shutout vermurkste dieser jedoch gleich selber, als er knapp fünf Minuten vor der Schlusssirene einen Abwurf direkt auf direkt auf die Kelle von Timon Stäubli platzierte und gegen dessen «Rückgabe» machtlos war.

«Wir haben uns leider nach dem ersten Drittel von Köniz phasenweise etwas einschläfern lassen und es ihnen nicht besonders schwer gemacht. Wir hätten sie zwingen müssen, ihr Spiel etwas aktiver zu gestalten, so Bolliger.

Tatsächlich reüssierten die Berner kaum aus spielerisch erarbeiteten Situationen heraus, sondern konnten sich auf ihr schnelles und präzises Konterspiel verlassen. (uhcu)

Uster - Köniz 1:7 (0:1, 0:3,  1:3) – Buchholz. – 394 Zuschauer. – SR: Wehinger/Zurbuchen. – Tore: 10. Kisugite (Jirebeck) 0:1. 23. (22:07) Saner (Maurer) 0:2. 24. (23:06) Engel (Jirebeck) 0:3. 29. Michel (Guggisberg) 0:4. 46. (45:42) Michel (Guggisberg) 0:5. 46. (45:48) Hutzli 0:6. 52. Baumann (Ledergerber) 0:7. 56. Stäubli 1:7. – Strafen: 1x2 gegen Uster, 2x2 gegen Köniz. – Uster: Feiner; Berweger, Bolliger; Hurni, Pražan; Heierli, Klöti; Klauenbösch, Kulmala, Suter; Beerli, Schmid, Stäubli; Gallati, Zimmermann, Schläpfer; Schaffer, Wüst, Ledergerber, Helbling, Büsser, Karlsson. – 8. Pfostenschuss Pražan. 56. Timeout Uster.

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